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Plön Tag der offenen Tür beim U-Boot-Ehrenmal
Lokales Plön Tag der offenen Tür beim U-Boot-Ehrenmal
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20:22 20.06.2019
Von Nadine Schättler
Das Team vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Schleswig-Holstein mit (von links) Ralf Ragwitz, Frank Niemanns und Carmen Diehl-Horn freut sich über zahlreiche Besucher. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Noch immer findet der Volksbund jährlich 25 000 Kriegstote vorzugsweise in Osteuropa, aber auch weltweit. Oft sind es Zufälle wie etwa Bauarbeiten, die die Gebeine Tausender Opfer ans Tageslicht bringen. 

„Wir versuchen zu rekonstruieren, wie die Menschen ums Leben gekommen sind, und legen Gräber für die Toten an“, berichtet Frank Niemanns, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein, der seit 2017 sein Büro direkt am Fuße des U-Boot-Ehrenmals in Möltenort hat. Aber es wird auch gezielt nach Massengräbern aus den beiden Weltkriegen gesucht. Wie die Arbeit eines Umbetters genau aussieht, berichtet der Leiter des Umbettungsdienstes im Volksbund, Thomas Schock, am Tag der offenen Tür unter dem Titel „Wie wir die Gräber finden“ den Besuchern ab 12.30 Uhr im Messeraum des Büros. 

Auch die Historie des Vereins, der seit 100 Jahren im Auftrag des Staates Kriegsgräberfürsorge mit Mitteln des Bundes und mit Hilfe von Mitgliedsbeiträgen oder Spenden betreibt, soll den Besuchern in einem Vortrag ab 11 Uhr vorgestellt werden. „Unsere Gedenkstätten und Friedhöfe im In- und Ausland entwickeln sich immer mehr zu Lernorten, die wir mit Ausstellungen und Informationen erweitern“, berichtet Frank Niemanns.

Pläne für eine Ausstellung mit Infotafeln

 Auch in Möltenort gibt es Pläne für eine Ausstellung mit Infotafeln im Außenbereich, die über die U-Boot-Geschichte und Einzelbiografien der rund 35 000 Gefallenen informieren, deren Namen im Rundgang der Anlage auf Bronzetafeln verewigt sind. „Unsere Stätten sind Orte, an denen man Geschichte lernen kann. Wir haben alle Namen verewigt, auch die von Kriegsverbrechern. Denn die Geschichte wird nicht besser dadurch, dass wir Namen rauslöschen“, sagt Niemanns, der regelmäßig Führungen in Möltenort anbietet. 

Am Tag der offenen Tür, an dem Besucher von 10 bis 16 Uhr Einblicke in die Arbeit des Volksbundes, in die U-Bootkameradschaft Kiel, den Deutschen Marinebund und das erste U-Boot-Geschwader der Marine bekommen können, bietet Niemanns stündlich (immer zur vollen Stunde) Führungen durch das Ehrenmal an. Ab 15.15 Uhr informiert Kapitän Rupert Bisthoff von der U-Bootkameradschaft Kiel, die ebenfalls ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, über das Leben an Bord eines U-Bootes. 

Ein Gingkobaum als Symbol gegen das Vergessen

Ein Höhepunkt ist der Veranstaltung zählt um 14 Uhr die Pflanzung eines Gingkobaumes als Symbol gegen das Vergessen und als Mahnmal für ein „Wachsen in Frieden“ mit einem anschließenden Platzkonzert der Heikendorfer Brummelbuttjes. Seit den 90er-Jahren pflanzt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge weltweit Gingkobäume auf seinen Anlagen. Niemanns: „Er soll daran erinnern, dass wir uns alle für den Frieden auf dieser Welt engagieren müssen, in der Hoffnung, dass unser Frieden genauso alt werden kann, wie der Gingkobaum selbst, nämlich über 150 Millionen Jahre.“

Nun ist es entschieden: Die Erweiterungsfläche für das Gewerbegebiet Wakendorf wird über den Handelsweg angeschlossen. Diesen Beschluss fasste der Ausschuss für Bauplanung in Preetz am Mittwoch. Damit wurden die Bedenken der Anwohner aus Wakendorf berücksichtigt – nicht aber die der Lebenshilfe.

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