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Plön Hängepartie für alte Grundschule
Lokales Plön Hängepartie für alte Grundschule
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18:00 14.12.2019
Von Nadine Schättler
Die alte Grundschule in Heikendorf droht zu verwahrlosen: Einige Fenster wurden bereits beschmiert. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Zerbrochene Fensterscheiben, ein alter Einkaufswagen auf dem Dach und Müll in den Ecken: Seit die ehemalige Grundschule leer steht und auch der Pausenhof am Schulredder nicht mehr genutzt wird, entwickelt sich der Standort zu einem Problembereich. Einer Obdachlosen, die sich in der kalten Jahreszeit eine geschützte Ecke auf dem Gelände nahe der viel besuchten Mehrzweckhalle gesucht hatte, bot die Amtsverwaltung Schrevenborn eine Alternative in Heikendorf an. Ohne Erfolg. Bürgermeister Tade Peetz (CDU) erteilte zuletzt ein Hausverbot. „Es ist durchaus zu Störungen gekommen“, sagt er. Denn die benachbarte Mehrzweckhalle wird nach wie vor für den Schul- und Vereinssport genutzt. Eltern und Schüler hätten sich von „Pöbeleien“ belästigt gefühlt.

Leeres Gebäude droht zu verwahrlosen 

In der dunklen Jahreszeit zieht das Gebäude-Ensemble nahe der Ortsmitte außerdem Randalierer an, die schon eine Fensterscheibe eingeschlagen und sich an der Innenausstattung zu schaffen gemacht haben. Denn noch stehen Tische, Stühle und weiteres Mobiliar in den Räumen, die bis vor kurzem von der benachbarten offenen Ganztagsschule (OGTS) für die Hausaufgabenbetreuung genutzt wurden. Die war auf die Räumlichkeiten dringend angewiesen. „Wir haben derzeit 220 angemeldete Schüler, aber nur Kapazitäten für 195 Kinder“, erklärt OGTS-Koordinatorin Pia Strohmeyer. Mit dem integrierten Jugendzentrum reiche der Platz in der OGTS sogar für noch weniger Kinder. Seit die Schüler ihre Hausaufgaben in der neuen Grund- und Gemeinschaftsschule machen können und auch die Eisenbahn-AG aus dem Keller der alten Schule auszieht, sind die Gebäudeteile weiter verwaist. Lediglich die beiden Hausmeister nutzen dort noch das Büro.

„Das Problem ist, dass leer stehende Gebäude Magneten für Vandalismus sind“, erklärt Heikendorfs Bürgermeister Tade Peetz. Es sei zwar nicht so, dass jede Nacht auf dem Gelände etwas los ist, aber eingeschlagene Scheiben und nächtliche Einbrecher habe es bereits gegeben. „Wir sind daher bestrebt, möglichst schnell dieses Problem zu lösen, indem wir den Verkauf des Grundstückes und der Immobilie vorantreiben.“ Der Discounter Lidl habe bereits Interesse an der Fläche gezeigt, um dort eine Filiale zu errichten. Es habe einen gemeinsamen Termin vor Ort gegeben, nach dem das Unternehmen zeitnah ein Konzept vorlegen wollte. „Wir sind im ständigen Austausch“, sagt Bürgermeister Peetz.

Discounter Lidl hat Interesse an dem Grundstück

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärt der Discounter: „Lidl entwickelt sein gesamtes Filialportfolio qualitativ und quantitativ weiter. Auch in Heikendorf möchten wir unseren Kunden eine moderne Einkaufsstätte mit attraktiven Einkaufsbedingungen bieten.“ Allerdings, so heißt es von der Pressestelle weiter, können zu dem Standort keine näheren Angaben gemacht werden, „da wir uns noch in der Planungsphase sowie in Gesprächen mit der Gemeinde befinden.“

Tade Peetz für stärkere Bestreifung durch Polizei

Ein Abriss der alten Grundschule soll, so Peetz, mit dem Verkauf des Grundstücks durch den neuen Eigentümer erfolgen. Wann das soweit sein wird, ist offen. „Das kann natürlich zu einer Hängepartie werden“, so der Bürgermeister. Um das verlassene Gelände zukünftig besser vor Missbrauch zu schützen, könne er sich in Absprache mit der örtlichen Polizei eine stärkere Bestreifung vorstellen. Auch von den Bürgern erhofft er sich Mithilfe: „Besonders Anwohner sollten wachsam sein.“

Das verbliebene Mobiliar in der alten Schule wird demnächst an Vereine und Verbände vergeben, bei Bedarf auch an Nachbarschulen und Private gegen einen symbolischen Geldbetrag.

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