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Plön Johanna Fleige hat die Natur im Blick
Lokales Plön Johanna Fleige hat die Natur im Blick
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13:22 23.01.2020
Von Nadine Schättler
Johanna Fleige (50) hat im Amt Schrevenborn die Natur und Umwelt im Blick, wenn es um bauliche Entwicklungen geht. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Das Amt Schrevenborn wächst. Für jedes Baugebiet müssen die amtsangehörigen Gemeinden Konzepte für Ausgleichsflächen vorlegen. Doch nicht alles, was sich auf dem Papier gut liest, hat am Ende auch Erfolg, weiß Johanna Fleige aus Erfahrung. Die 50-Jährige hat zuvor im Kreis Plön bei der Unteren Naturschutzbehörde gearbeitet und sich dort auch um private Ökokontoflächen gekümmert. „Wenn eine Fläche erst einmal hergestellt ist, braucht sie ein vernünftiges Pflegekonzept und eine dynamische Entwicklung“, sagt die gelernte Geografin. Ansonsten könne es passieren, dass statt artenreichem Grünland oder geschützten Biotopen einfach grüne Wiesen entstehen.

Entwicklung von Ausgleichsflächen im Amt Schrevenborn

Um dem vorzubeugen, hat Johanna Fleige ihren Einsatz für die Natur jetzt vor Ort verlagert. Im Amt Schrevenborn, das die Stelle einer Art Umweltschutzbeauftragten innerhalb des Fachbereiches bauliche Entwicklung nach politischem Willen neu geschaffen hat, will sie „zahlreiche Ausgleichsflächen durchgängig weiter betreuen“. Als ein bereits gelungenes Beispiel nennt sie in Heikendorf die Bulachsche Wiese. „Seit einigen Jahren wird diese Fläche engmaschig von Privaten in Kooperation mit der BUND-Ortsgruppe betreut“, erzählt die Geografin. Auch in Schönkirchen gebe es positive Vorbilder für die Entwicklung von Ausgleichsflächen wie etwa am Köhlen. Und in Mönkeberg das Naturschutzgebiet.

Doch nicht nur das Grün, das als Ersatz für bauliche Entwicklungen geschaffen wurde, hat die Verwaltungsmitarbeiterin im Blick. Sie kontrolliert zukünftig auch, ob Festsetzungen aus den B-Plänen etwa hinsichtlich der Grünordnung von Bauherren oder Erschließungsträgern eingehalten werden. Außerdem überwacht sie die Baumschutz-Satzungen in Heikendorf und Mönkeberg sowie das Ortskernentwicklungskonzept für Neuheikendorf, das die Gemeinde ohne ein externes Planungsbüro umsetzen möchte. Auch für Vereine und Initiativen, die sich um Umweltbelange kümmern, ist sie Ansprechpartnerin.

Fotoapparat und Gummistiefel gehören zur Dienstausrüstung

„Ein bisschen geländegängig muss man bei diesem Job sein“, meint Johanna Fleige. Fotoapparat und Gummistiefel gehören für sie daher zur Dienstausrüstung. Als Flintbekerin nimmt sie ihren neuen Job, der durchaus Konfliktpotenzial bergen kann, gelassen. „Da ich hier nicht wohne, kann ich jedem neutral und sachlich gegenübertreten.“ Fast immer, da ist sich Johanna Fleige mit Blick auf die Rechtsgrundlagen sicher, gebe es einvernehmliche Lösungen. „Ich denke mir hier ja nichts aus. Ich erkläre den Leuten allerdings, was ihre Rechte und Pflichten sind.“

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