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Plön Jugendbeirat will mitmischen
Lokales Plön Jugendbeirat will mitmischen
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10:11 08.02.2020
Von Nadine Schättler
Mit voller Kraft voraus setzt sich der Jugendbeirat in Heikendorf für mehr Angebote für Teenager auch am Möltenorter Strand ein (von links): Marie Eschenbach (16), Lina Peill (15), Justus Schwarz (17), Gabriel Berg (16), Ulrika Heller (17), Matti Windeler (17), Juri von Oldenburg (16). Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Es war nicht einfach für den Anfang 2019 gegründeten Kinder- und Jugendbeirat, in die neue Aufgabe hineinzuwachsen. „Wir haben uns erst einmal viele Sitzungen in der Gemeinde angehört“, erzählt Matti Windeler (17), der den ersten Vorsitz übernommen hat. An Unterstützung mangelt es den Jugendlichen nach eigenen Angaben in der Gemeinde nicht, aber zu verstehen, wie die einzelnen Gremien funktionieren, was es für strukturelle Abläufe innerhalb der Verwaltung gibt und wie Anträge eingereicht werden können, mussten die Schüler von der Pike auf lernen. Justus Schwarz (17) nennt es „Bürokratiewahn“ und schmunzelt. „Wir kennen noch nicht alle Tricks und Kniffe.“

Kritik an Kitzeberger Kurven und Strand in Möltenort

Jetzt basteln sie gerade an einer Geschäftsordnung als formelle Grundlage für ihr Wirken, das in der Vorbereitungsphase zumindest im Kopf schon reichlich stattgefunden hat. In Kürze wollen sie sich in den Sitzungen auch mit Anträgen einbringen. Beispiel: Kitzeberger Kurven. „Die angebrachten Beleuchtungsstreifen reichen überhaupt nicht aus“, meint Gabriel Berg (16), der wie die meisten anderen Jugendlichen die nicht ausgeleuchtete Strecke zwischen Heikendorf und Mönkeberg sehr regelmäßig mit dem Fahrrad nutzt. Einmal sei er sogar im Dunkeln vom Fahrradweg abgekommen und auf der Straße gelandet, erzählt Gabriel. „Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres passiert. Aber die Gefahr ist immer da. Die Autos fahren dort sehr schnell.“

Beispiel zwei: Möltenorter Strand. „Die neue Promenade ist wirklich schön. Aber es gibt kaum Platz oder Angebote für unsere Altersgruppe“, meint Matti. Im Sommer treffen sich die Jugendlichen fast täglich am Strand, fühlen sich jedoch von den Strandkörben regelrecht „zugeballert“, so der Vorsitzende. „Wir können weder Ball spielen, noch dürfen wir Musik hören.“ Sie wünschen sich ein Volleyballfeld oder ähnliches, notfalls auch auf dem Grünstreifen hinter dem Freistrand.

Jugendbeirat wünscht sich großen Außenbereich am Jugendzentrum

Für dieses und für andere Projekte will sich der Jugendbeirat zukünftig einsetzen, obgleich die jungen Leute die schlechte Haushaltslage der Gemeinde kennen. „Auf der einen Seite investiert Heikendorf in Millionenprojekte, auf der anderen Seite wird um jeden Euro gefeilscht“, ärgert sich Gabriel Berg. An einer der größeren Investitionen sind die Mitglieder des Beirates indirekt beteiligt. Seit fast einem Jahr begleiten sie das Projekt für ein neues Jugendzentrum in Heikendorf mit ihrem speziellen Fachwissen. „Erwachsene wissen oft nicht, was für Jugendliche gut ist“, meint Gabriel. Ein besonderer Wunsch der Teenager ist ein großzügiger Außenbereich für das Jugendzentrum neben der Skaterbahn, wo auch gegrillt und Musik gehört werden darf.

Jugendbeirat Heikendorf nutzt soziale Netzwerke als Plattform

Die Mitglieder des neuen Jugendbeirates wollen gestalten und „aktiv kritisieren“. Aber sie wollen auch ein Sprachrohr für andere Jugendliche und für Kinder sein, die selbst nicht aktiv sind. Um mehr junge Heikendorfer zu erreichen, nutzen sie zukünftig verstärkt soziale Netzwerke wie beispielsweise Instagram. Dort informieren sie über ihre Arbeit und nehmen Ideen und Anregungen auf. Gleichzeitig hoffen die rund 30 Aktiven, bald noch mehr engagierte Kinder und Jugendliche einbinden zu können. Konkret planen die jungen Leute außerdem eine Strandparty im Sommer mit Spielen für Kinder und Musik für Teenager, um die Angebote für ihre Altersgruppe zu erweitern und auf sich aufmerksam zu machen.

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