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Plön Kompromisssuche am Schulredder
Lokales Plön Kompromisssuche am Schulredder
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12:33 21.02.2019
Von Nadine Schättler
Anwohnerin Christiane Enders markiert mit einem Pflock vor ihrem Grundstück ein mögliches Baufeld: "Obwohl die Politik vor der Wahl eine deutliche Reduzierung der Gesamtwohnfläche gefordert hat, ändert sich nur marginal etwas." Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Nach Angaben der Bürgerinitiative für den „Erhalt des Ortsbildscharakters von Heikendorf“ haben sich fast alle Politiker vor der Kommunalwahl 2018 gegen eine Bebauung am Schulredder ausgesprochen, die sich nicht ins Ortsbild fügt. Auf ihrer Homepage www.trotzt-dem-klotz.de haben die Protestler Zitate der Gemeindevertreter aufgelistet, die sie von ihnen schriftlich bekommen haben. Doch jetzt fühlen sich die Bürger im Stich gelassen. Denn die zuletzt in einer Einwohnerversammlung vorgelegten Entwürfe des Investors, der den Bebauungsplan zu finanzieren beabsichtigt, haben sich nach Meinung der Initiatoren „nur marginal verändert“.

Bei Fraktionen nachgefragt

„Wir stehen zu dem, was wir vor der Wahl gesagt haben“, betont hingegen Thure Spitz von der UWH, die sich grundsätzlich als eine Wählergemeinschaft „pro Bürger“ und gegen „übermäßige Bebauung“ sieht. Für eine „verträgliche Planung“ am Schulredder werde man „an dem ein oder anderen Bausteinchen noch etwas drehen“.

Bettina Bonde von der FDP formuliert es deutlich schärfer. „So wie wir jetzt die Pläne kennen, werden wir uns dagegen stellen“, sagt sie.

Sehr klar positioniert sich auch die SPD: „Der neue Entwurf des Investors ist quasi durch die kalte Küche gekommen und wurde überhaupt nicht vernünftig diskutiert. Wir lehnen eine Bebauung mit acht Klötzen dieser Art am Schulredder geschlossen ab“, sagt Alexander Orth.

Unentschlossen zeigen sich die Grünen, die grundsätzlich eine Innenverdichtung vorziehen, „bevor die nächste grüne Wiese platt gemacht wird“, so Fraktionsvorsitzende Nicola Specker. Man wolle sich daher um einen Interessenausgleich bemühen.

Bauausschussvorsitzender Hans-Herbert Pohl (CDU) hatte vor der Wahl einen Geschosswohnungsbau am Schulredder kritisch gesehen. Jetzt verfolgt er eine „Verdichtung am Schulredder“. Sein Wahlversprechen sieht er nicht als gebrochen an: „Der Vorwurf ist falsch. Es ist seitdem einiges passiert und die Gebäude wurden abgespeckt“, so Pohl.

Wegen dringender Sanierungsarbeiten muss die Schlossgarage ab Mittwoch, 27. Februar, bis voraussichtlich Ende Mai für alle Nutzer gesperrt werden. Alle Fahrzeuge müssen die Garage verlassen. Die rund 65 Dauermieter dürfen in der Zeit auf der Reitbahn parken.

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