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Plön Kunstrasenplatz wird ab Juli gebaut
Lokales Plön Kunstrasenplatz wird ab Juli gebaut
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20:00 24.05.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Der Grandplatz in Heikendorf hat ausgedient: Ab Juli entsteht hier ein Kunstrasenplatz, den die Gemeinde für 780.000 Euro baut. Quelle: Nadine Schättler
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Heikendorf

Die Ausschreibung ist erfolgt. Die Baustelle soll Ende Juni eingerichtet werden. Im Herbst, voraussichtlich im November, soll der neue Platz bespielbar sein. Bürgermeister Tade Peetz jubelt aber jetzt schon: „Das Vorhaben ist ein Magnet für unseren Vereinssport mit seinen mehreren tausend Mitgliedern.“ 

Es ist der erste Kunstrasenplatz in der Gemeinde Heikendorf. Der Grand- oder Tennenplatz an gleicher Stelle hat damit ausgedient. Und das finden Vereine wie der Heikendorfer Sportverein (HSV) auch gut so, weiß Peetz. Denn der Kunstrasen ist wetterunabhängig. Der alte Ascheplatz dagegen war bei Regenwetter schnell praktisch unbespielbar geworden. Auch im Winter kann auf dem künstlichen Grün nun ohne Probleme trainiert werden.

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Fördermittel vom Land Schleswig-Holstein

780.000 Euro kostet das Projekt. Nach ausführlicher Planung und Beratung in den vergangenen Monaten geht es jetzt in die Umsetzungsphase. Der Eigenanteil der Gemeinde Heikendorf liegt bei gedeckelten 402 000 Euro. Der Rest werde über Fördermittel von Land und Kreis sowie über eine Kostenbeteiligung des Heikendorfer SV beigesteuert, informiert Pressesprecher Christoph Kuhl vom Amt Schrevenborn. So habe das Land Schleswig-Holstein mit 250.000 Euro einen finanziellen Zuschuss aus der Sportstättenförderung bewilligt. Auch der Kreis Plön hat Fördermittel in Aussicht gestellt, es werden rund 78.000 Euro sein. Der HSV beteiligt sich an dem Vorhaben ebenfalls mit 50.000 Euro.

Nicht ausschließlich für den Vereinssport, sondern auch für Schulsportveranstaltungen kann der Kunstrasenplatz genutzt werden. Und nicht nur zum Fußballspielen. Auch Gymnastik soll hier betreiben werden – in Outdoor-Trainingseinheiten. Von der Straße Krischansbarg aus wird übrigens eine neuer Zugang zur Spielfläche des Platzes gebaut, teilt Bürgermeister Peetz mit. Die Trasse wird zunächst als Baustraße benötigt. Diese neue Wegeführung kostet rund 60.000 Euro.

Schönkirchen mit zwei Kunstrasenplätzen

Bei dem Belag Kunstrasen handelt es sich um eine Art Kunststoffteppich, der in der Beschaffenheit einem Naturrasen nahe kommt. In der Sportwelt ist Kunstrasen seit den 1960er-Jahren bekannt. Wie viele Kunstrasenplätze es in Deutschland heute gibt, ist nicht verzeichnet. Der Deutsche Fußballbund (DFB) schätzt die Anzahl der Felder auf 3000 bis 5000. Dem gegenüber stehen rund 30.000 Naturrasenplätze. Im Amt Schrevenborn wird Heikendorf damit die zweite Kunstrasen-Gemeinde: Schönkirchen verfügt bereits seit rund zehn Jahren sogar über zwei Kunstrasenplätze, einen großen und einen kleinen.

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