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Plön Fördeufer soll schöner werden
Lokales Plön Fördeufer soll schöner werden
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07:00 03.10.2019
Von Nadine Schättler
Die Schlosskoppel in Kitzeberg wollen Bürger als "Naturtribüne für die Heikendorfer Bucht" erhalten und zugänglich machen. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Schon einmal hat sich eine Heikendorfer Bürgerinitiative mit der Gründung einer Stiftung erfolgreich engagiert: Für die Sanierung des Restaurants Kiek ut am Kitzeberger Strand sammelten sie 2014 Spenden im sechsstelligen Bereich. Mit dem Geld konnten die Bürger die ursprüngliche Pavillon-Bauform erhalten und ein maßvolles Sanierungskonzept in Konkurrenz zu einem überdimensionierten Neubau umsetzen.

Auch in Sachen Fördeufer wollen jetzt gut 20 Initiatoren mit Hilfe einer Bürgerstiftung und Spenden aktiv werden und Heikendorfer Grünflächen entlang der Förde erhalten, schützen und weiterentwickeln. „Durch das Einwerben von Zuwendungen wollen wir die Stiftung in die Lage versetzen, Projekte zur Nutzung für die Allgemeinheit im Küstenbereich zu fördern und durchzuführen“, heißt es in den Zielen, die die Initiatoren für die Gründung der „Bürgerstiftung Fördeufer Heikendorf“ formuliert haben. Dabei wollen sie den Natur- und Landschaftsschutz sowie die Entwicklung der heimischen Artenvielfalt in Flora und Fauna fördern, das Landschaftsbild mit seinen geologischen und kulturhistorischen Merkmalen erhalten, Flächen ökologisch und kulturhistorisch weiterentwickeln und Naturerlebnisräume schaffen, die für alle Heikendorfer und Touristen begehbar sind.

Stiftungskapital von 100.000 Euro

Etwa 16 Projekte haben die Bürger bereits ins Auge gefasst, unter anderem die Gork-Wiese am Kitzeberger Strand, das Wäldchen am Quellengrund in Altheikendorf und die Schlosskoppel. Letztere war der Auslöser für die in Gründung befindliche Bürgerstiftung: Bereits 2016 hatten Anwohner und Bürger 960 Unterschriften zum Erhalt der landwirtschaftlich genutzten Wiese gesammelt. Hintergrund waren Verkaufspläne des Eigentümers, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), und ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan Nr. 63b durch die Gemeinde. Die Bürger befürchteten, dass auf der Schlosskoppel attraktive Baugrundstücke entstehen könnten. Doch bevor es zu einem Bürgerbegehren kam, einigte man sich: Die Gemeinde hob das B-Planverfahren auf, während die Bürger versprachen, ein Konzept für die Wiese zu erarbeiten, um sie öffentlich zugänglich zu machen. Drei Jahre später ist es mit der geplanten Bürgerstiftung nun fast soweit. „Wir rechnen damit, dass wir zeitnah die Anerkennung durch das Innenministerium als Stiftungsbehörde erhalten“, erklärte Günther Ernst-Bastian. Mit einem Stiftungskapital von 100.000 Euro wollen die Initiatoren zügig aktiv werden und nicht nur Spenden eintreiben, sondern auch Projekte anpacken.

Erste Ideen für die Schlosskoppel

Für die Schlosskoppel gibt es bereits erste Ideen, um sie erlebbar zu machen: die Einrichtung eines Aussichtspunktes und eine Verbindung mit dem Fördewanderweg, pointierte Kunst, ein Pfad mit Schautafeln oder ein nordisches Stein-Labyrinth als umweltverträgliches Wahrzeichen mit kulturhistorischer Bedeutung. „Die Schlosskoppel ist eine Naturtribüne für die Heikendorfer Bucht“, schwärmt Wolf Stähr von der geplanten Bürgerstiftung Fördeufer.

Sozialer Wohnungsbau als Gegenkonzept

Doch es gibt einen kleinen Wermutstropfen: Die BIMA hat die Fläche der Gemeinde kürzlich zu einem attraktiven Preis versprochen, sollte sie dort sozialen Wohnungsbau schaffen. „Ich weiß nicht, wie sich die Fraktionen positionieren“, erklärt Heikendorfs Bürgermeister Tade Peetz (CDU). Er sei aber sicher, „dass wir zu Lösungen kommen werden“. Die Gründung einer Stiftung für den Erhalt des Fördeufers halte er grundsätzlich für sinnvoll. „Wir haben große Schnittmengen, was die Themen betrifft. Aber es wird auch widerstrebende Interessen geben.“ Das Thema Schlosskoppel soll bis zum Jahresende erneut auf die Tagesordnung der gemeindlichen Gremien kommen.

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