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Plön Neues Gutachten soll Klarheit bringen
Lokales Plön Neues Gutachten soll Klarheit bringen
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19:09 25.09.2019
Von Sibylle Haberstumpf
In der Sitzung des Bauausschusses äußerten Bürger viel Kritik am geplanten Neubaugebiet am Schulredder. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Heikendorf

Ein neues Gutachten zur Verkehrssituation – mit diesem einstimmigen Beschluss konnten die Besucher der Sitzung des Bauausschusses wohl einigermaßen leben. Vorher hatte es, trotz geöffneter Fenster, dicke Luft und eine zum Teil hitzige Diskussion im Heikendorfer Rathaus gegeben. Der Stein des Anstoßes: Bebauungsplan Nr. 61 „Flächen zwischen Schulredder und Herrkamp“. Hier sollen acht Wohnblöcke entstehen. Klotzarchitektur, die das Ortsbild massiv verschandelt – so sehen es einige Anwohner, die sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben.

Bürger sind seit Jahren kritisch

Sie begleiten das Bauvorhaben seit Jahren kritisch. Seit 2011 läuft ein Bauleitplanverfahren für das Gebiet zwischen den Straßen Schulredder, Wiesenkamp und Herrkamp, das nahe der Heinrich-Heine-Schule und dem Heikendorfer Friedhof liegt. Seit 2017 plant die Firma Kieler Stadthaus GmbH als Investor hier ein Konzept für Geschosswohnungsbau. Eben jene acht „Klötze“, die die Bürgerinitiative auf ihrer Webseite trotzt-dem-klotz.de anprangert.

Die neuesten Eckdaten zur geplanten Bebauung wurden jetzt präsentiert: 66 Wohnungen soll es geben, davon sind 28 als Miet- und der Rest als Eigentumswohnungen geplant, 107 Stellplätze, alle Häuser haben jeweils ein Erdgeschoss, Obergeschoss und Staffelgeschoss. Sieben Wohnungen haben 110 Quadratmeter, die anderen zwischen 65 und 85. Laut Investor liegen bisher mehr als 300 Anfragen vor, fast alle aus Heikendorf. Der Quadratmeterpreis soll bei neun bis zehn Euro liegen. 10,50 Meter messen die Häuser bis zum Dachfirst. Die Wohnfläche beträgt 5180 Quadratmeter.

"Warum wird der Beschluss ignoriert?"

Zu hoch, zu viel, zu massiv. So bewerteten die anwesenden Bürger diese Zahlen und erinnerten an einen Beschluss von 2018: Da hatte der Ausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung festgelegt, maximal 50 Wohneinheiten auf 4000 Quadratmetern zuzulassen. Frage einer Anwohnerin: „Warum wird der Beschluss ignoriert? Geht es nur um Profit?“

Die CDU sieht in dem Neubau eine „gelungene Verdichtung für die Ortsmitte“, so Joachim Wiedemann. Die SPD mit Alexander Orth oder auch die FDP mit Regina Bonde teilen aber die Bürger-Bedenken. Speziell die Verkehrssituation sei problematisch. Orth nennt das Vorhaben „nicht vergleichbar mit anderen Neubaugebieten“. Der Schulredder müsse zu bestimmten Stoßzeiten extremen Verkehr aushalten, der jetzt schon zu einer prekären Situation führe. „Ich möchte wissen, was hier an Verkehr auf uns zukommt“, so Orth.

Was kann die Straße aufnehmen? Das soll nun tatsächlich erst mal geklärt werden. Bürgermeister Tade Peetz (CDU) stellte konkret den Antrag, ein neues Gutachten anfertigen zu lassen. In dem sollen beide Optionen durchgespielt werden: wie die Verkehrssituation bei 50 Wohneinheiten wäre – und wie bei 66 Wohneinheiten. „Dann sehen wir ja, welche Auswirkungen das jeweils hat“, so Peetz.

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