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Plön Sozialverband bekämpft Bürokratie-Hürden
Lokales Plön Sozialverband bekämpft Bürokratie-Hürden
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19:00 07.08.2019
Von Sibylle Haberstumpf
In Heikendorf gibt es den Sozialverband seit 100 Jahren. Im Vorstand sind (von links) Jürgen Ploen, Ingrid Fischer und Klaus Sydow. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Heikendorf

Der Ortsverein Heikendorf wurde im September 1919 gegründet. Damals noch unter dem sperrigen Namen Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen. Das bezog sich auf den Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) – der forderte in Deutschland Millionen Todesopfer und erzeugte im Land eine bis dato ungekannte soziale Not in der Bevölkerung. Um die Versorgungsansprüche der Kriegsopfer und ihrer Hinterbliebenen durchzusetzen, fanden sich Menschen erstmals 1917 in Berlin in einem Verband zusammen: dem heutigen Sozialverband Deutschland mit aktuell fast 600.000 Mitgliedern, davon 158.000 allein in Schleswig-Holstein.

Hilfe und Beratung von Profis

Wer in sozialrechtlichen Fragen nicht weiterkommt, wer an komplizierten Anträgen scheitert oder bei Ämtern abprallt, der kann Hilfe und Beratung von Profis bekommen. Man muss nur Mitglied sein. So wie Ingrid Fischer (66), Klaus Sydow (69) und Jürgen Ploen (67) aus Heikendorf. Sie sind im Vorstand ihres Ortsvereins. Im Kreis Plön gibt es insgesamt 23 Ortsvereine, längst nicht alle sind so alt wie HeikendorfKlausdorf, Raisdorf und Mönkeberg etwa wurden erst 1946, 1947 und 1948 ins Leben gerufen. Schönkirchen feierte im Mai den 100. Geburtstag. Heikendorfs große Jubiläumsfeier findet nun am 7. September im Sportheim statt. Zurzeit gibt es dort 384 Mitglieder, nicht nur Rentner sondern aus allen Altersschichten – Tendenz steigend. „Der Bedarf wird immer größer“, sagt die gelernte Verkäuferin Ingrid Fischer. Was mache ich, wenn mein Schwerbehindertenantrag abgelehnt wird? Welchen Pflegegrad bekommt mein Angehöriger? Wie bekomme ich eine Berufsunfähigkeitsrente?

"Man braucht einen langen Atem"

Grundsicherung, Altersarmut, Behinderung, Barrierefreiheit oder Wohnungsnot sind weitere Themen, bei denen viele Menschen Hilfe benötigen. Die Auseinandersetzung mit Ämtern und Institutionen sei nicht leicht, berichtet Fischer aus eigener Erfahrung. „Oft ist das ein Kampf ohne Ende. Man braucht einen langen Atem und jemanden, der sich kümmert. Manche stehen ganz alleine da.“ Deswegen sind Fischer, Sydow und Ploen in den Sozialverband eingetreten. 

Kontakt zum Ortsverein Heikendorf: 1. Vorsitzender Klaus Sydow, Telefon: 0431-243669, E-Mail: klaussydow@gmx.de 

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