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Plön Schulredder-Pläne vertagt
Lokales Plön Schulredder-Pläne vertagt
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19:48 16.08.2019
Von Nadine Schättler
Von ihrer Dachterrasse kann Anwohnerin Christiane Enders das 1,7 Hektar große Planungsgebiet gut überblicken. Quelle: Nadine Schättler
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Heikendorf

Bis zu acht Wohnblöcke im Geschosswohnungsbau könnten nach den aktuellen Entwürfen im Bauleitplanverfahren auf dem 1,7 Hektar großen ehemaligen Gärtnereigelände zwischen den Straßen Schulredder, Wiesenkamp und Herrkamp entstehen. Weil die Grünfläche unmittelbar an den Friedhof und an eine kleinteilige Bebauung mit Einfamilien- und Reihenhäusern angrenzt, diskutieren Anwohner und Gemeindevertreter bereits seit Jahren über die Sensibilität dieses Bereiches. Ursprünglich sollten auf der Fläche, deren Grundstückseigentümer die heute am Schulredder ansässige Gärtnerei Grams ist, weitere Einzel- und Doppelhäuser entstehen. Das Projekt scheiterte 2014 auch an Problemen mit der Entwässerung.

Abgespeckte Variante für den Schulredder

Seit 2017 hat sich mit der Immobilienfirma Kieler Stadthaus ein neuer Vorhabenträger gefunden, der ein Konzept für einen zweigeschossigen Wohnungsbau mit Staffelgeschossen vorsieht, das seitdem stark unter Beschuss steht. Im Bau- und Umweltausschuss präsentierten Hochbauplaner Peter Klinck vom Kieler Büro hoff-klinck-inbar-Architekten und Jörg Lewin vom Büro Plankontor als Begleiter des Bauleitplanverfahrens daher jetzt eine weitere abgespeckte Variante. Demnach würde im Bebauungsplan ein mögliches Baufeld für ein Doppelhaus in direkter Angrenzung zu den Einfamilienhäusern am Schulredder entfallen, sodass für die Anwohner der Blick auf eine grüne Wiese hinter ihren Gärten gesichert ist. Zudem könnte ein Teil der Wohngebäude mit Gründächern ausgestattet werden. „Wir wollen mit ökologischen und nachhaltigen Baumaterialien arbeiten und ein hohes Maß an Transparenz zum Durchgucken zwischen den Gebäuden zulassen. Wir schaffen keine Verklotzung mit uniformer Optik, sondern kleine Baukörper, die mit ganz unterschiedlichen Materialien einen interessanten und angenehmen Anblick versprechen“, betonte Peter Klinck.

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Überarbeitete Pläne "zu massiv"

Nicht nur den Anwohnern waren die überarbeiteten Pläne zu massiv. SPD-Fraktionssprecher Alexander Orth: „Mit diesen Entwürfen sind wir so weit weg von dem, was wir mal besprochen haben. Über diese Pläne reden wir gar nicht.“ Ursprünglich hatten sich die Bauausschussmitglieder bereits im Januar 2018 für eine „deutliche Reduzierung“ des Projektes ausgesprochen. Jonas Rose (Grüne) drang darauf, vor einer Abstimmung über die Entwürfe ein Verkehrsgutachten abzuwarten. Mit zwei Gegenstimmen aus der CDU entschieden die Mitglieder des Ausschusses, einen Beschluss in dem Verfahren zu vertagen und zunächst über konkrete Eckdaten im Hinblick auf die Anzahl der Wohnungen und Geschosse sowie auf die Gesamtwohnfläche zu diskutieren. Anwohnerin Christiane Enders sagte: „Wenn die Planer ein Geschoss runtergehen würden, würde unser Protest sicherlich abebben. Wir sind ja nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung.“ Den aktualisierten Architekten-Entwurf bezeichnete sie als „gesichtslos“ und verurteilte die Gebäude als austauschbare „Klötzchen-Architektur“.

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