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Plön Stelzenkünstler kommt in Katar groß raus
Lokales Plön Stelzenkünstler kommt in Katar groß raus
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17:40 16.04.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Der Stelzenkünstler Björn de Vil ist mit seiner Crew in Katar aufgetreten - sie nennen sich die "schrägen Vögel". Die riesigen, bunten Kostüme sind zum Knuddeln und sehr interaktiv. Quelle: Privat
Heikendorf

Acht Tage Doha in Katar, acht Tage Wüste, acht Tage im Sog des Superreichtums. Der 52-jährige Zauberkünstler und Stelzenakrobat Björn de Vil aus Heikendorf hat's erlebt. Gemeinsam mit drei Mitarbeitern wurde er nach Katar eingeladen, um dort aufzutreten. Arbeiten, wo andere Urlaub machen - wie war das? In erster Linie: schweißtreibend. Auftritte an jedem zweiten Tag, meterhoch auf Stelzen laufend, mit grellbunt geschminktem Gesicht und einem komplizierten Vogelkostüm im XXL-Format - und das alles bei Temperaturen weit über 30 Grad Celsius.

Ungestüme Scheich-Söhne in Doha

Das schlaucht auch einen so durchtrainierten Fitness-Crack wie Björn de Vil. Aber der Trip hat sich gelohnt, findet de Vil. Er und seine Stelzen-Crew seien in Katar begeistert aufgenommen worden. Auch, wenn er sich manchmal vor den jungen, ungestümen Scheich-Söhnen fürchtete, die ein ums andere Mal versucht hätten, den Heikendorfer in seinem Riesen-Stelzen-Outfit umzustoßen. Die meisten wollten allerdings vor allem eines: die bunten Stelzen-Vögel knuddeln, kuscheln und streicheln. Björn de Vil weiß um die Wirkung seiner Kostüme, die er von Profi-Bühnenbildnern aus Hamburg entwerfen ließ. "Unsere Kostüme sind einfach mega interaktiv. Wir können den Kopf an einer Stange herunterstrecken und ihn überall hinbewegen", erklärt der Künstler.

Claudia Roth im Sheraton-Hotel getroffen

Auch sonst hat ihn Katar beeindruckt. "Die Straßen sind absolut sicher. Überall gibt es Videoüberwachung. Ich habe einmal mein Handy in einem Cafe liegen lassen und niemand hat es geklaut", erzählt de Vil. Ein weiteres Schmankerl der Reise: Grünen-Politikerin Claudia Roth weilte ebenfalls in Doha - im Nobelhotel Sheraton traf der Heikendorfer sie an einem Abend kurz vor seinem Auftritt (der allerdings nicht im Hotel, sondern auf dem bekannten Souq Waqif, dem größten Basar in Doha, stattfand). "Als ich sie sah, bin ich sofort zu ihr an den Tisch gegangen." Da war er aber schon für seinen Auftritt als bunter Vogel geschminkt - passenderweise mit grasgrünem Gesicht. Der 52-Jährige lacht: "Ich habe zu Claudia Roth gesagt: 'Extra für Sie habe ich mir das Gesicht grün angemalt!" Und ihre Reaktion? "Sie hat auch gelacht, war aber etwas irritiert", erinnert sich de Vil schmunzelnd. Kein Wunder, bei so einem schrägen Vogel.

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