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Plön "Verklotzung" wieder Thema im Ausschuss
Lokales Plön "Verklotzung" wieder Thema im Ausschuss
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01:07 05.11.2019
Von Sibylle Haberstumpf
In der vergangenen Sitzung des Bauausschusses im September äußerten Anwohner viel Kritik am geplanten Neubaugebiet am Schulredder. Am 5. November tagt der Ausschuss erneut. Quelle: Sibylle Haberstumpf
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Heikendorf

Längst sind die „Flächen zwischen Schulredder und Herrkamp“ in Heikendorf zu einer Art Krisengebiet geworden: Mehrere Anwohner wehren sich gegen eine aus ihrer Sicht zu massive Wohnbebauung. Es geht nach aktuellem Stand um 66 Wohneinheiten auf dem Gebiet zwischen den Straßen Schulredder, Wiesenkamp und Herrkamp, das nahe der Heinrich-Heine-Schule und dem Friedhof liegt. Seit 2017 plant die Firma Kieler Stadthaus als Investor hier ein Konzept für Geschosswohnungsbau.

"Das ist eine Vollkatastrophe"

Kritisch begleitet die Bürgerinitiative „Für den Erhalt des Ortsbildcharakters von Heikendorf“ das Projekt; die Bürger haben dazu die Webseite www.trotzt-dem-klotz.de ins Leben gerufen, um gegen eine „Verklotzung“ zu kämpfen, so Anwohnerin Marion Stöcken. Drei Häuser würden nach bisherigen Planungen direkt an ihre Grundstücksgrenze gebaut werden. „Das Ganze ist eine Vollkatastrophe“, meint sie. 50 Wohneinheiten sollten das Maximum sein, fordert der Großteil der Bürgerinitiative. Das Ziel sei, so Stöcken: „Je kleiner, desto besser.“

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Als großes Problem sehen die Anwohner auch die Verkehrssituation, die sich durch die hohe Wohnungszahl verschärfen würde. Der Schulredder müsse jetzt schon zu bestimmten Stoßzeiten „extremen Verkehr“ aushalten, führte Alexander Orth von der SPD im September aus. Was kann die Straße aufnehmen? Ein Gutachten dazu wird am Dienstagabend im Ausschuss vorgestellt - so wurde es bei der vergangenen Sitzung im September beschlossen. Auf der Internetseite des Amtes Schrevenborn wurde das Gutachten bereits vorab veröffentlicht.

Schulredder per Video überwacht

Per Video wurde der Schulredder 24 Stunden an einem Schultag überwacht – einschließlich der morgendlichen Spitzenstunde von 7.30 bis 8.30 Uhr sowie der Nachmittags-Spitzenstunde von 15.15 bis 16.15 Uhr. Fazit: Aus verkehrsplanerischer Sicht gebe es keine Bedenken. Als verträglich werden demnach 400 bis 800 Fahrzeuge pro Stunde angesehen. Nach Umsetzung des Bauvorhabens würden aber, so steht es im Gutachten, im Schnitt nur 92 Fahrzeuge stündlich durch die Straße fahren (941 am Tag). Die verträglichen Verkehrsmengen würden damit „deutlich unterschritten“.

Bürgerinitiative bleibt am Ball

Das Gutachten nehme sie „mit Entsetzen“ zur Kenntnis, sagt Anwohnerin Stöcken. Sie empfindet die Lage anders. Und sie gibt zu bedenken: „Man muss sich doch mal fragen, warum hier schon vor Jahren eine Einbahnstraße und Dreißiger-Zone eingeführt wurden. Offensichtlich, weil hier ein Risiko gesehen wurde.“ Die Bürgerinitiative werde in der Sitzung am Dienstag auf jeden Fall wieder kritische Fragen stellen.

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