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Plön Bürgermobil fährt jetzt mit Strom
Lokales Plön Bürgermobil fährt jetzt mit Strom
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17:05 14.07.2017
Von Hans-Jürgen Schekahn
Fünf Bürgermeister und ihr Bürgermobil (von links): Klaus-Peter Klasen (Högsdorf), Matthias Potrafky (Hohwacht), Birgitta Ford (Helmstorf), Andreas Köpke (Blekendorf) und Betram Graf von Brockdorff (Kletkamp). Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Helmstorf

Seit Herbst 2015 läuft das Projekt östlich von Lütjenburg. Der Anruf einer besorgten Tochter gab für Birgitta Ford den Anstoß, darüber nachzudenken, wie eine alleinstehende 86-jährige Frau aus der Gemeinde, die kein Auto mehr hat, nach Lütjenburg zum Einkaufen und zum Arzt kommt. Die Gemeinde testete zunächst den ehrenamtlichen Fahrdienst. Das Glück dabei: Der Helmstorfer Gemeindevertreter Frank Hagedorn ist gleichzeitig Inhaber des Autohauses Gehrmann. Er stellte dafür kostenlos ein konventionelles Fahrzeug zur Verfügung. Auch der Strom-Nissan stammt von seiner Firma. Die Nachfrage bei den Senioren, von der Haustür zu Erledigungen abgeholt zu werden, war groß. 75 Touren organisierte Ford bisher aus den Landgemeinden in die Stadt.

Eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer

Das E-Bürgermobil verfügt über sieben Sitze. Im Idealfall hat es eine Reichweite zwischen 120 und 150 Kilometern. Im Winter, wenn auch die Heizung an ist, schafft der Akku deutlich weniger Strecke. Doch für die Zwecke der fünf Gemeinden reicht es. Die Ladestation am Gerätehaus lädt die Batterien in fünf Stunden wieder auf. Eine „Tankfüllung“ kostet etwa drei Euro. Ein Diesel in gleicher Größe hätte höhere Tankkosten.

Das Wetter passte zum Anlass. Beim Abschiedskaffee im Lütjenburger Kindergarten Rappelkiste regnete es aus einem dunkelgrauen Himmel heraus. Die Einrichtung schließt nach genau 25 Jahren ihre Türen. Es fehlten zuletzt schlichtweg Kinder, so die Leiterin Susanne Franke.

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