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Plön Freie Schule möchte nach Haßberg ziehen
Lokales Plön Freie Schule möchte nach Haßberg ziehen
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18:00 04.06.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Das Amt Lütjenburg trennt sich von der Gemeinschaftsunterkunft in Haßberg. Ein gemeinnütziger Verein möchte in dem Gebäude eine Freie Schule einrichten. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Hohwacht

In nicht-öffentlicher Sitzung erteilte der Amtsausschuss der Schul-Initiative den Zuschlag. Sie gab das beste von insgesamt drei vorliegenden Angeboten für die Immobilie ab. Zum Kaufpreis machte Amtsvorsteher Volker Schütte-Felsche keine Angaben. Nur so viel: „Wir sind zufrieden.“ Jetzt wird über die Kaufmodalitäten verhandelt.

Nur noch ein Flüchtling pro Monat kommt ins Amt Lütjenburg

Das Amt hatte die Immobilie im Januar 2016 vom ADS-Grenzfriedensbund erworben, um darin Flüchtlinge unterzubringen. In der Hochphase kamen 20 Menschen pro Woche aus Syrien, Irak und Afghanistan ins Amtsgebiet. Auf dem freien Markt waren damals kaum noch Wohnungen anzumieten. Das hat sich heute deutlich geändert. Zuletzt wurde dem Amt ein Flüchtling zugewiesen – im Monat.

Aktuell sind in Haßberg noch 13 Personen untergebracht bei einer Kapazität von 50 Plätzen. Sie wechseln in die übrig gebliebenen Unterkünfte des Amtes in Schmiedendorf und Kaköhl oder erhalten eine Wohnung anderswo. Möglicherweise wollten die Menschen auch wegziehen, wenn ihr Verfahren abgeschlossen ist, so Schütte-Felsche. 

Schul-Initiative sucht seit Oktober eine Immobilie

Mit einem „Freudentaumel“ reagierte Daniela Haufs auf die Nachricht, dass ihr in Gründung befindlicher Verein den Zuschlag seitens des Amtes erhalten hat. „Freie demokratische Schule Baltica“ lautet der Arbeitstitel für die Initiative und den Namen der Schule. Die Diplom-Psychologin, die in Hohwacht lebt, sucht zusammen mit ihren Mitstreitern seit vergangenem Oktober nach einem Standort für eine Freie Schule. Ganz bewusst sollte es ein Ort in unmittelbarer Nähe zur Ostsee im Raum Ostholstein sein.

"Keine Konkurrenz zu staatlichen Schulen"

„Wir sind keine Konkurrenz zu den staatlichen Schulen“, unterstreicht Haufs. Das Konzept der Freien Schule sei ein ganz anderes. Freies Lernen im eigenen Tempo, erforschen, entdecken und spielen sind dazu die Stichworte. Bauernhofspädagogik, Wassersport (daher die Ostseenähe), Handwerk, Kochen, Kunst und Musik bietet die angehende Schule. Rechnen lernen könne man auch bei der Gartenarbeit, so die Initiatorin.

„Unser Konzept passt sehr gut zum Gebäude in Haßberg“, sagt Haufs. Man benötige keine großen Klassen-, sondern Funktionsräume. Finanziert wird der Kauf über eine besondere Bank, die auch schon ähnliche Initiativen unterstützt. Zunächst werde der Verein die Räume anmieten. Der Kauf über einen Kredit erfolgt später, wenn die staatliche Förderung einsetzt.

Start zum Schuljahr 2020/21

Die Schule Baltica soll langfristig zehn Jahrgänge umfassen und knapp unter 100 Schülern groß sein. Zwischen 30 und 40 unverbindliche Anmeldungen liegen nach Angaben Hauffs schon vor. Zum Schuljahr 2020/21 ist die Eröffnung geplant. Sie rechnet damit, dass Eltern, die vom Konzept der Schule überzeugt sind, auch nach Hohwacht oder in die Region ziehen, um ihre Kinder in Haßberg zur Schule zu schicken.

Unterstützung gesucht

Was fehlt? Die Freie Schule Baltica ist noch auf der Suche nach Lehrern, Pädagogen, Lernbegleitern und Unterstützern. Haufs: „Menschen, die etwas verändern möchten.“ Auch Geld- und Sachspenden sind gern gesehen. 

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