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Plön Freispruch für Fan von Hansa Rostock
Lokales Plön Freispruch für Fan von Hansa Rostock
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16:38 15.08.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Auseinandersetzungen zwischen Fußball-Fans von Kiel und Rostock beschäftigen das Schöffengericht in Plön. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Plön

Der angebliche Raub ereignete sich am 6. Mai 2017 vor einem Heimspiel der Kieler gegen Hansa Rostock. Zwei Gruppen trafen dabei eher zufällig auf dem Bahnhof Schwentinental aufeinander. Laut Anklage ging der Rostocker gegen den Kieler Fan vor, trat ihm ans Bein, riss ihm den Schal vom Hals und verschwand. Es liegt am Strafrecht, dass dieser Fall gleich vor dem Schöffengericht gelandet ist. Wer mit Gewalt einem anderen eine Sache wegnimmt, der begeht automatisch eine Raubtat, ein Verbrechen. In Deutschland droht dafür eine Mindeststrafe von einem Jahr. Egal, ob es eine Tasche voll Geld oder ein Fan-Schal von Holstein Kiel ist.

Der Angeklagte gab zu, am Schwentinentaler Bahnhof dabei gewesen zu sein. Ja, da waren Holstein-Fans. Aber von einem Diebstahl eines Schals will er nichts mitbekommen haben, es schon gar nicht selbst gewesen sein.

Bestohlener erinnert sich nicht an einen Tritt

Der Bestohlene, ein 31-jähriger Soldat, stellte die Tat eher harmlos dar. „Das war nichts Wildes.“ Am Bahnhof habe es zwischen ihm als Holstein-Fan und den Rostockern ganz natürliche Wortwechsel gegeben. Dann habe man ihm seinen Schal vom Hals gerissen. An einen Tritt oder andere Gewalt konnte er sich nicht erinnern. Auch nicht, ob der Angeklagte etwas damit zu tun hatte. „Ich habe keine Ahnung, wer das war.“

Flaschenwürfe erschrecken ein Kleinkind

Nanu? Das Opfer erkennt den Angeklagten vor Gericht nicht und findet das Ganze auch nicht so schlimm? Wie kam der Fall denn vor das Schöffengericht? Das ist einem Zufall geschuldet. Am Ort des Geschehens ging ein 45-jähriger Schwentinentaler vorbei, der zusammen mit einem achtjährigen Mädchen vom Einkaufen zurückkam. Er sah, wie ein Rostocker dem Holstein-Fan den Schal entriss. Das hätte ihn wahrscheinlich noch kalt gelassen. Aber aus der Gruppe der Rostocker flogen Bierflaschen in seine Richtung, die auf der Straße zersplitterten. Das kleine Mädchen an seiner Seite fing an zu schreien. Der Zeuge dachte, die Kleine sei von dem Flaschenwurf verletzt worden und machte sich an die Verfolgung der Gruppe. Es kam zu einer weiteren Rangelei. Die Rostocker entkamen im Bus in Richtung Stadion. Vor der Polizei gab der Zeuge zwei Personenbeschreibungen ab. Noch im Stadion nahm die Polizei den Angeklagten auf dieser Grundlage vorläufig fest, warf ihm aber keine Körperverletzung mehr vor. Es war klar geworden, dass sich das Mädchen nur erschrocken hat. Es blieb aber die Aussage zum Schal-Klau.

Vor Gericht erkannte der Zeuge wie auch das Opfer zuvor den angeblichen Räuber nicht wieder. Zudem tauchten in den Gerichtsakten abweichende Beschreibungen auf. Der Vorsitzende Richter entschied daher auf Freispruch. Das Urteil dürfte den Hansa-Fan über das Ergebnis von damals trösten. Die Kieler gewannen mit 2:1.

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