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Plön Keine Angst vor großem Blech
Lokales Plön Keine Angst vor großem Blech
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18:00 12.06.2019
Von Sven Tietgen
Mit dicken Backen blies Jonas in die Trompete von Yana Kleinfeldt. Quelle: Sven Tietgen
Wankendorf

Für den Instrumentenschnupperkurs brachten die Musiker des Blasorchesters TSV Wankendorf fast ihr komplettes Equipment mit. Die zehn Jungen und Mädchen, die mit ihren Eltern das zum Übungsraum umfunktionierte Klassenzimmer in der örtlichen Grundschule betraten, guckten sich interessiert Klarinetten, Querflöten, Saxofone, Posaunen sowie Trompete, Tenorhorn und Schlagzeug an. Dann gab es für die Steppkes erst ein Mal was auf die Ohren: Die Orchestermusiker entlockten ihren Instrumenten alle möglichen Sounds und Töne - und bei Schlagzeuger Tjorven Möller wurde es auch mal richtig laut.

Von den Musikmäusen zum Vororchester

Das farbstärkste Instrument brachte Yana mit: Die erst zehn Jahre alte Blasmusikerin präsentierte ihre knallig orangefarbene Posaune. „Sie ist aus Kunststoff und deshalb schön leicht“, erzählte Yana der ein Jahr jüngeren Ina Lena und zeigte ihr, wie mit Hilfe der Zugröhre die Tonhöhe verändert wird. Ina Lena produzierte beim Ausprobieren bereits nach kurzer Zeit die ersten Töne – und freute sich über ihr Erfolgserlebnis. „Das ist spannend, aber die Klarinette finde ich schöner, die habe ich auch schon ausprobiert“, erklärte sie. Die junge Posaunistin stieg schon im Kindergartenalter beim Blasorchester TSV Wankendorf ein. Mit vier Jahren machte sie bei den „Musikmäusen“ mit, dort nehmen die Steppkes spielerisch Kontakt mit der Musik auf. Mit sechs Jahren wechselte Yana in die Blockflötengruppe, zwei Jahre später kürte sie die Posaune zu ihrem Instrument – und begann beim Blasorchester mit dem Einzelunterricht.

Für Karin Engelmann ist Yana ein „klassisches“ Beispiel für die Ausbildung zum Musiker in der Orchestersparte des Turn- und Sportvereins Wankendorf – sozusagen von der Pike auf. Die Jugendbetreuerin des Blasorchesters, das 2014 sein 60-jähriges Bestehen feierte, ist zufrieden mit dem Zuspruch zur kostenlosen Schnupperstunde, die das Blasorchester jedes Jahr anbietet. „Es waren auch schon mal weniger Kinder da, wir sind zufrieden“, sagte die Saxofonistin. Einige Kinder wollen sich auch für den Einzelunterricht bei den Orchesterdozenten anmelden, der nach den Sommerferien beginnt. Auch weiterhin können sich Jungen und Mädchen für den Unterricht anmelden, der eine Schulstunde pro Woche und immer außerhalb der Schulferien umfasst. Nach anderthalb bis zwei Jahren könnten die Nachwuchsinstrumentalisten dann in Vororchestergruppen einsteigen, um das Musizieren miteinander zu üben. „Am wichtigsten für die musikalische Entwicklung ist aber, dass die Kinder zuhause zum Instrument greifen“, betonte Engelmann.

Kinder haben weniger Zeit fürs Üben

Gegenüber früher brauchen die Kinder aber deutlich länger, bis sie ihr Instrument beherrschen, hat Karin Engelmann beobachtet. Die Jugendbetreuerin, die seit rund 30 Jahren beim Blasorchester TSV Wankendorf dabei ist, sieht die Gründe dafür in den gesellschaftlichen Änderungen der vergangenen Jahre. So sind die Kinder erheblich länger in der Schule und haben auch durch andere Interessen oder Verpflichtungen weniger Zeit, um sich einem Musikinstrument zu widmen. „Fast alle Kinder sind täglich bis nachmittags in der Schule, 120 Grundschüler sind in der offenen Ganztagsschule untergebracht, früher waren es gerade mal 20“, sagte Karin Engelmann. Das hält sie und ihre Mitstreiter aber nicht ab, sich ehrenamtlich weiter um den Musikernachwuchs zu bemühen.

Das nächste Mal ist das Blasorchester am Sonnabend, 15. Juni, beim Dorffest in Stolpe mit einem Stand vertreten. Und einen Auftritt der 30-köpfigen Formation unter Leitung von Jiri Halada gibt es dort auch.

Weitere Informationen gibt Karin Engelmann unter Tel. 04323/6024.

Hier sehen Sie Bilder vom Instrumenten-Schnupperkurs in Wankendorf

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