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Plön Integration mithilfe von Vernetzung
Lokales Plön Integration mithilfe von Vernetzung
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15:25 19.02.2016
Von Andrea Seliger
„Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, meinen Kirsten Stremlau (links) und Giuliana Runge. Quelle: Andrea Seliger
Schwentinental

„Die Integration von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Kirsten Stremlau, Vorsitzende des im vergangenen Jahr gegründeten Fördervereins Ehrenamt in Schwentinental. Und sie sei zu groß für einen Verein allein. „Bei diesem Thema ist eine temporäre enge Vernetzung aller Akteure angezeigt“, so Kirsten Stremlau – durch den regelmäßigen Austausch könnten aktuelle Probleme gelöst und auch auch ein emotionaler Rückhalt geschaffen werden.

 Vorgesehen sind vier Arbeitskreise: Sprache, Bildung und Gesellschaft; Gesundheit und Sport; Schule, Ausbildung und Arbeit sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Die Organisation und Koordination übernehmen zunächst Mitglieder des Fördervereins. Sie arbeiten jedoch Hand in Hand zusammen mit Giuliana Runge vom Ehrenamtsbüro Schwentinental.

 „Wir haben einen Vorteil: Schwentinental ist übersichtlich. Wenn uns die Integration hier nicht gelingt, wo dann?“ meint Kirsten Stremlau. Und Giuliana Runge verweist auf die vielen, die bereits ehrenamtlich aktiv sind: „Die Vereine hier machen eine tolle Arbeit“. Willkommen im neuen Netzwerk sind aber auch solche, die sich bisher noch nicht engagiert haben und nun vielleicht an einem Projekt beteiligen wollen.

 Die Arbeitskreise werden zunächst die vorhandenen Angebote sammeln und prüfen, wie diese angenommen werden und was man möglicherweise verbessern könne. So sei es ungünstig, eine Veranstaltung ausgerechnet zu dem Zeitpunkt anzubieten, wenn alle zur Tafel nach Preetz fahren, erklärte Giuliana Runge.

 Geklärt werden soll aber auch, wie das Sprachangebot ergänzt werden könne und ob beispielsweise Vorträge zum deutschen Rechtssystem benötigt werden. Angedacht ist außerdem die persönliche Unterstützung Einzelner auf der Suche nach Praktikumsplätzen, in der Berufsschule oder während der Ausbildung in dem für die Flüchtlinge fremden System.

 Dabei hoffen Stremlau und Runge, dass sich auch Migranten selbst beteiligen, Bedürfnisse äußern und auch die Brücke zu den Landsleuten schlagen, die erst frisch angekommen sind. „Wir wollen nicht übereinander, sondern miteinander reden“, so Kirsten Stremlau.

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