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Plön Dreharbeiten für ein neues Image
Lokales Plön Dreharbeiten für ein neues Image
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06:41 13.08.2019
Von Anja Rüstmann
Vor dem Gänseliesel-Brunnen sangen Tonabgeber und die Statisten „Lasst uns zusammensein“. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Die lustige Mannschaft tanzte um den Gänselieselbrunnen vor dem Rathaus, zog durch die Twieten und swingte auf der Marktbrücke am Großen Plöner See – und die Touristen wunderten sich. So viel Spaß gibt’s eben in Plön. Dabei hat es einen ernsten Hintergrund. Axel Schümann, Vorsitzender des Jazz-Vereins, stand auch hinter einer Kamera. „Es wird ein Image-Film für das Jazz-Festival“, sagt er.

Andere Musikstile, Konzerte und Angebote in der ganzen Stadt

Denn da wird sich in Zukunft einiges ändern. Sinkende Besucherzahlen bei den Konzerten lassen umdenken. Aus dem Jazz-Festival wird ein Musik-Festival rund um Himmelfahrt, mit neuen Musikstilen und Konzerten sowie Aktionen in der ganzen Stadt. „Eine Mischung aus kostenpflichtigen und kostenfreien Angeboten“, so Schümann. Schon in diesem Jahr gab es mehrere Konzerte auf dem Marktplatz. „Wir wollen uns nicht mehr in der Aula verstecken“, erzählte Schümann den rund 20 Statisten, die zu den Drehaufnahmen gekommen waren. Sie sollen zusammen mit der Gute-Laune-Band Tonabgeber Plön ins rechte Licht rücken, Werbung machen, für die Stadt und das Festival. Auch bei jüngeren Musikfans.

Bürgermeister Lars Winter mag Musik und mischte sich unter die Statisten. Und die hatten sichtlich Spaß. „Lasst uns zusammen sein“, sangen sie vor der Gänseliesel, „Zu unserer kleinen Stadt sagen wir alle Jaaa“ in der Twiete, liefen Hand in Hand am Strandweg entlang, bis auch diese Szene im Kasten war. Nicol Görtz, Sängerin bei Tonabgeber, hatte einige Song-Schnipsel umgetextet. Aus „Haus am See“ von Peter Fox wurde „Festival am See“: „Wir laden alle ein zum Festival am See, für jeden Geschmack soll eine Note steh’n, Tonabfolgen-Tauchen und Klang-Baden geh’n, Musik erfüllte Luft wird in die Herzen weh’n“. Urlauber blieben stehen, zückten ihre Handy-Kameras.

Ansprüche und Wünsche des Publikums verändern sich

„Die Veränderungen beim Jazz-Festival sind keine Kritik an der Vergangenheit“, betont Schümann. „Für die Zeit ist es richtig und toll gemacht worden.“ Doch die Ansprüche und Wünsche der Leute verändern sich. „Und wir haben entscheidende Veränderungen verschlafen.“ Also wird nun einiges anders. Nicht alles. Die Marchingband-Parade durch die Innenstadt steht auf keinen Fall zur Diskussion. Aber Schümann holt fürs Festival mehr Leute ins Boot – Geschäftsleute, Gastronomen, das Theater Zeitgeist, die Kirchengemeinde, die Kreismusikschule und den Musikzug. „Gemeinschaftlich werden wir Plön in Szene setzen“, sagt er.

Hannes Wandhoff vom Ökologischen Gewässerdienst aus Sieversdorf/Malente war mit einem Amphibienfahrzeug zu den Dreharbeiten gekommen, hatte sein Gefährt mit quietschbunten, aufblasbaren Musikinstrumenten geschmückt und fuhr durch die Szenerie. „Sonst mache ich Gewässerunterhaltungsarbeiten“ erzählt er, seine Firma entschlammt, mäht, birgt Totholz.

Kartenvorverkauf für das Festival beginnt früher

Nicol Görtz, Thomas Görtz, Heinz Kopplin und Wolfgang Schütt von der Band Tonabgeber musizierten derweil auf dem Steg am Großen Plöner See, die Kameras zeichneten alles auf. Der Film soll Ende September bei Youtube online gehen, von der Homepage des Jazz-Vereins verlinkt werden. „Und mit dem Kartenvorverkauf beginnen wir dieses Jahr bereits am 1. November“, sagt Schümann. Der Trend geht dahin, dass Festival-Besucher früher buchen wollen, auch ihre Unterkünfte. Für die Plöner Jazzer ist das auch ein Lernprozess. „Wir werden stärker mit der Tourist Info zusammenarbeiten, Angebote kombinieren.“ Zurzeit wird am Programm des neuen Festivals gefeilt. Und Nicol Görtz schneidet den Film zusammen.

Hier sehen Sie weitere Fotos von den Dreharbeiten:
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