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Plön Auszubildende dringend gesucht
Lokales Plön Auszubildende dringend gesucht
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12:00 25.09.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Thorsten Löwel vom Hotel- und Gaststättenveband wirbt mit Parmesan-Spaghetti mit Schrimps bei den Schülern für einen Beruf in Restaurants und Hotels.
Lütjenburg

Claus Kühl sucht händeringend Nachwuchs für seinen Lütjenburger Betrieb der Heizungs-, Sanitär und Solartechnik. Nur durch „Zufall“ habe er im vergangenen Jahr seine beiden Lehrstellen besetzen können. Bei der Lüttje Jobmesse in diesem Jahr stieß er auf eine so geringe Resonanz wie noch nie. „Ich habe zum ersten Mal gestöhnt.“ Nur eine handvoll Gemeinschaftsschüler interessierte sich für den Beruf des Installateurs. „Dabei muss man sich keine Sorge um einen Arbeitsplatz machen“, sagt Kühl mit Blick auf sein Handwerk. 

Kochshow für künftigen Nachwuchs

„Zuhauf“ unbesetzte Lehrstellen meldet auch Thorsten Löwel vom Hotel- und Gaststättenverband. Mit einer kleinen Kochshow (Spaghetti mit Parmesan und Schrimps) wirbt er für den Beruf des Kochs, Hotelfachmanns oder Restaurantfachmanns. Die schweren Seiten der Berufe verschweigt er nicht. Frühes Aufstehen, ein Job in der Hitze und Hektik einer Küche. Auf die Frage, ob es einfach sei, Koch zu werden, antwortet Löwel mit einer kleinen Geschichte. Der liebe Gott habe die Steine gefragt, ob sie Koch werden wollten. Die Steine lehnten ab. Sie seien dafür nicht hart genug.

"Müssen weite Reisen unternehmen"

Personalchef Tim Lundbeck von der Firma Codan kommt zum ersten Mal nach Lütjenburg auf Werbetour für sein Unternehmen, das medizinische Geräte in Lensahn herstellt. Bei 500 Mitarbeitern am Standort sucht er jedes Jahr 30 bis 35 Auszubildende. Genug Bewerber gibt es bei ihm auch nicht. „Wir müssend deshalb weite Reisen unternehmen, aber das machen wir gerne.“ Für nächstes Jahr sind noch alle Lehrstellen frei.

Guter Zuspruch für die Polizei

Großen Zuspruch erfährt die Polizei, die zu den gefragtesten Stationen in Lütjenburg zählt. „Bewirb Dich“ und „Genug gespielt“ ist auf Werbeplakaten zu lesen. Anne Woller von der Werbe- und Einstellungsstelle in Eutin ist eine der wenigen Ansprechpartner, die zuversichtlich sind, genügend Nachwuchs zu bekommen. 400 Anwärter stellt die Polizei in Schleswig-Holstein jedes Jahr ein. Im vergangenen Jahr konnte die Sicherheitsbehörde unter 3200 Bewerbern aussuchen. Aber: Als sie bei der Polizei begann, waren es 5000 bis 6000 Interessenten bei weniger offenen Stellen. Was sie feststellt: Die Qualitäten und Fähigkeiten der Bewerber haben sich deutlich verschlechtert. Besonders am Herzen liegt ihr derzeit die Werbung für die Wasserschutzpolizei. Die umfasst nur 200 Kollegen, aber viele von ihnen gehen demnächst in Pension. 

Interesse an der Bundeswehr, dennoch fehlen Soldaten

Ein regelrechter Andrang herrscht beim Stand der Bundeswehr. Kapitänleutnant Julia Jarosch gibt klare Ansagen über die Voraussetzungen. Mindestgröße 1,55 Meter. Keine Drogen. Keine hohen Schulden (wegen der Erpressbarkeit von Dienstgeheimnissen). Anfangsgehalt von Berufs- und Zeitsoldaten 1800 Netto. Klingt für die meisten Schüler ganz gut. Dennoch sagt Jarosch: „Vor allem auf der Mannschaftsebene fehlen Soldaten.“

Die Gemeinde Hohwacht bekommt wieder eine Schule. Der Hauptausschuss des Amtes billigte den Verkauf des früheren Schullandheims in Haßberg an den Verein Freie Schule Baltica. Die Einrichtung will nach dem Sommerferien 2020 mit 20 Schülern starten.

Hans-Jürgen Schekahn 25.09.2019

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Mint-Fächer - für viele klingt das nach mathematischen Gleichungen, chemischen Formeln und Vererbungsregeln aus der Biologie. Der hannoversche Physikdidaktiker Gunnar Friege hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schülern die Naturwissenschaften auf eine andere Art zugänglich zu machen.

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