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Plön Vandalismus am Probstei-Museum Schönberg
Lokales Plön Vandalismus am Probstei-Museum Schönberg
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15:54 17.04.2019
Von Astrid Schmidt
Immer wieder muss Hartwig Blachewitz, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Probstei-Museums, solche Schmierereien entfernen. Quelle: Astrid Schmidt
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Schönberg

Morgen für Morgen fährt Hartwig Blachewitz mit einem mulmigen Gefühl zum Museumsgelände des Probstei-Museums in Schönberg. "Man denkt schon immer, was jetzt wohl wieder passiert ist", berichtet er. Auch Hans-Hermann Malchau, Vorsitzender des Vereins, kann ein Lied davon singen, dass er und seine Mitstreiter früh am Morgen erst einmal Müll, Zigarettenkippen, kaputte Flaschen und Papier aufsammeln müssen.

Besonders ärgerlich, so Blachewitz, sind Schmierereien und Zerstörungen. Die Fensterscheibe, die jüngst den Verwüstungen zum Opfer gefallen war, hat er längst wieder ersetzt. Und die Türen, die mit dem immer wieder kehrenden Schriftzug beschmiert sind, muss er nun erneut abschleifen, ebenso wie die Picknickbänke, die auf dem Gelände verteilt sind. Nun muss er das Betonbett für den Feldsteinbrunnen wieder reparieren, das beim gewaltsamen Aufbrechen der Holzabdichtung kaputtgegangen ist.

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Probstei-Museum erstattete bereits Anzeige

"Es macht wirklich keinen Spaß mehr. Wir kennen die Jugendlichen, die Polizei ist informiert, wir erstatten jedes Mal Anzeige", berichtet Blachewitz. Polizei, Gemeinde und Jugendzentrum wissen um die Vorkommnisse, sind aber scheinbar machtlos. Die Anzeigen sind bei der Polizei in Schönberg bekannt, ebenso wie die mutmaßlichen Täter selbst.

"Wir kennen die Gruppe von fünf bis sechs Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren", sagte Dirk Hackbarth von der Polizeistation Schönberg auf Nachfrage. Es seien ihnen aber die Taten nicht nachzuweisen, so der Jugendsachbearbeiter. Seit vielen Jahren ist er mit den Jugendlichen im engen Dialog, arbeitet mit der Gemeinde und dem Jugendzentrum zusammen. "Wir haben bereits unsere Präsenz vor Ort verstärkt, fahren dort öfter Streife als sonst, aber wir müssen sie auf frischer Tat ertappen", so Hackbarth.

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