Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön Mit Helene Fischer Leben retten
Lokales Plön Mit Helene Fischer Leben retten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:28 13.05.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Katharina Sbrzesny und Klaus Giese üben die Herzdruckmassage an Puppe "Anny". Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Helmstorf

Der Verein KN hilft e.V. bietet in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) diese spendenfinanzierte Kurse kostenlos an. Helmstorfs Bürgermeister Brigitta Ford holte die 34. Veranstaltung dieser Art in ihren Heimatort.

Auch mit 80 Jahren ein Lebensretter

Mit 80 Jahren zählte Klaus Giese aus Preetz zu den ältesten Teilnehmern. "Ich habe das noch nie gemacht, sondern nur darüber gelesen oder im Fernsehen gesehen", sagte der frühere landwirtschaftliche Berater. Er wolle helfen können, falls einmal etwas in der Familie oder auf der Straße passiert. Wie sehr Menschen benötigt werden, die die Erste-Hilfe beherrschen, hat er am eigenen Leib gespürt. Drei Mal war er nach einer Lungenembolie ohnmächtig geworden und umgekippt, erzählte er.

"Ich möchte mein Wissen auffrischen und auf dem aktuellen Stand sein", begründete Katharina Sbresny ihre Teilnahme. Die Handgriffe übte sie zuletzt vor 30 Jahren bei ihrer Führerscheinprüfung. "Ich möchte bereit sein, wenn etwas passiert."

Ähnlich sah es Dannaus Bürgermeister Roland Feichtner. "Ich habe lange keinen Erste-Hilfe-Kursus mehr gemacht."

Viele Melodien sind der richtige Takt

Aber nicht nur Helene-Fischer-Fans sind gute Lebensretter. Die Krankenschwestern Saskia Greiner und Astrid Boje sangen den Teilnehmern noch andere Melodien vor. Der Takt, der Leben rettet, findet sich auch bei "Yellow Submarine" von den Beatles, "Staying alive" von den Bee Gees oder kindgerecht mit "Hey, Pippi Langstrumpf". Wer es härter mag, der liegt mit "Highway to hell" von ACDC richtig, obwohl es für eine Wiederbelebung eines Menschen textlich nicht ganz passt. Zwischen 100 und 120  Mal in der Minute müssen die Helfer den Brustkorb etwa genau zwischen den Brustwarzen drücken, damit das leblose Herz weiterhin Blut in den Kreislauf und in die Organe pumpt.

Aktion „Leben retten!“

Damit mehr Menschen Leben retten können und sich trauen zu helfen, haben der Verein KN hilft e.V. und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) vor knapp zwei Jahren die Aktion „Leben retten!“ gestartet. Sie bietet kostenlose Rettungskurse für Bürger an. Die Kurse werden aus Spenden finanziert, die Leitung der Kurse übernimmt Fachpersonal des UKSH. Jede Spende hilft, jeder Bürger kann teilnehmen. Wer einen Raum anbieten möchte oder Fragen zur Aktion hat, kann eine E-Mail an Leben-retten@kieler-nachrichten.de schicken. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kn-hilft.de

Viele schauen nur zu

Ein plötzlicher Herzstillstand ist nicht selten in Deutschland. Zwischen 80.000 und 100.000 Menschen sterben daran pro Jahr. In 60 Prozent der Fälle werden andere Menschen Zeugen und könnten eigentlich helfen. Eigentlich. Die Schwele sei für viele hoch, selbst einzugreifen, so Saskia Greiner, die im Rettungsdienst arbeitet. "Man denkt immer, die anderen machen das." Tun sie aber nicht. 

Im Ernstfall sollte man sich auch nicht durch ein Knacken der Knochen abschrecken lassen. Saskia Greiner begründete das so: "Lieber eine gebrochene Rippe als tot."

Beatmung als Königsdisziplin

Im Idealfall erhält der Patient auch eine Atemspende durch Mund oder Nase. 30 Mal Druckmassage, zweimal pusten. So ist die aktuelle Vorgabe der Notfallmediziner. Wer sich davor scheut, müsse es nicht machen. Erbrochenes oder andere Flüssigkeiten hielten die Helfer davon ab, berichtet Greiner. "Drücken ist Pflicht, Beatmung ist Kür", gab sie den Zuhörer mit auf den Weg.

Die nahmen nicht nur gute Ratschläge mit nach Hause, sondern auch die Puppe "Anny". Mit ihr können die Teilnehmer die Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung zu Hause und im Freundeskreis üben.

Der Verein KN e.V. hilft und das UKSH boten in Helmstorf einen Kursus an.

Der Plöner Kreistag solidarisiert sich mit den Gruppen, die auf den Mittelmeer Flüchtlinge aus Seenot bergen. Auf Antrag der Linken verurteilt das Gremium jede Behinderung und Kriminalisierung der Helfer. Das Thema spaltete die Reihen der Abgeordneten im Kreistag wie selten.

Hans-Jürgen Schekahn 12.05.2019

Rosen, Rittersporn und Raritäten: Am Muttertag verwandelte sich der Preetzer Marktplatz in ein buntes Gartenparadies. Zahlreiche Hobbygärtner verkauften ihre grüne Ware auf dem traditionellen Pflanzenmarkt zu Schnäppchenpreisen. Auch die Preetzer Innenstadtgeschäfte öffneten ab 11 Uhr ihre Türen.

Nadine Schättler 12.05.2019

52 Bieter rangen um 42 Strandkörbe. Klar also, dass nicht alle Interessenten mit einem Strandkorb nach Hause gingen. Erstmals gibt es in diesem Jahr eine zweite Versteigerung: am 29. Juni werden noch einmal 42 Körbe angeboten Die Versteigerung hat im Ostseebad Schönberg bereits Tradition.

Astrid Schmidt 12.05.2019