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Plön Kreise und Kommunen wollen Geld zurück
Lokales Plön Kreise und Kommunen wollen Geld zurück
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10:00 24.08.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Auch viele Müllfahrzeuge, die das Lkw-Kartell verkaufte, sind durch die Preisabsprachen offenbar zu teuer gewesen. Quelle: Frank Behling
Kiel/Plön

Die großen Lkw-Hersteller haben zwischen 1997 und 2011 durch Absprachen zu hohe Preise für Müll- und Feuerwehrfahrzeuge erhoben. Der Kreis Plön und Städte wie Kiel und Neumünster wollen jetzt auf Entschädigung klagen. Allein beim Kreis Plön beträgt der geschätzte Schaden über 100000 Euro.

Die EU-Kommission verhängte bereits 2016 gegen die Unternehmen Kartellstrafen von knapp vier Milliarden Euro. Die meisten Strafbescheide sind mittlerweile rechtskräftig. Nach den Fuhrunternehmen und Spediteuren wie die Deutsche Bahn machen nun vermehrt auch Kommunen Schadensersatzansprüche geltend. Zum Kartell gehörten die großen Unternehmen MAN, Daimler, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania. Nach Feststellung der EU-Kommission verständigten sich die Unternehmen über die Listenpreise für Lkw ab sechs Tonnen in allen Ländern der damaligen Europäischen Union.

Etliche Gemeinden betroffen

Betroffen von dem falschen Spiel der Lkw-Hersteller sind auch Schwentinental, Plön, Dobersdorf, Fargau-Pratjau, Ascheberg, Bösdorf, die Stadtwerke Plön und der Feuerwehrlöschverband Groß Plön. Die Stadt Kiel zählt in ihren Fuhrpark 39 Fahrzeuge, das Amt Dänischer Wohld 13.

In der Stadt Plön, die die Gemeinden Ascheberg und Bösdorf mitverwaltet, verzichtet man hingegen auf eine Klage. Der Schaden beläuft sich bei allen drei Kommunen zusammen auf 15000 Euro. Stadt-Pressesprecher Frank Neufeind erklärte, Prozess- und Verwaltungskosten würden aus der Sicht der Stadtverwaltung in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zur möglicherweise einklagbaren Summe stehen.

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