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Plön Anlieger im Lohmühlenweg müssen zahlen
Lokales Plön Anlieger im Lohmühlenweg müssen zahlen
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18:41 07.02.2020
Von Silke Rönnau
An der Einmündung vom Lohmühlenweg zur Friedrich-Ebert-Schule in Preetz herrscht morgens oft eine unübersichtliche Situation, die im Rahmen der Kanalsanierung verbessert werden könnte. Quelle: Privat
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Preetz

In der Einwohnerfragestunde des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau klagten die Anwohner, dass der Verkehr im Lohmühlenweg vor allem wegen der Schulbusse und Elterntaxis zur Friedrich-Ebert-Schule stark zugenommen habe.

„Wir haben selbst das größte Interesse, den Verkehr da rauszukriegen“, erklärte Schulleiterin Anna Wollenberg. Ausschussvorsitzender Jörg Fröhlich nahm die Anregung zur Verkehrsberuhigung ebenso auf wie Ingenieur Arnd Hinz.

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Hinz erläuterte, dass der Abwasserzweckverband (AZV) Preetz-Stadt und -Land sowohl den Regen- als auch den Schmutzwasserkanal erneuern wolle.

Die Kosten für Schmutzwasser seien über die Gebühren abgedeckt, die Kosten für die Arbeiten an den Regenwasserleitungen trage zu 50 Prozent der AZV. Die andere Hälfte übernehme die Stadt, die sich das Geld gemäß Straßenausbaubeitragssatzung anteilig mit 37 Prozent von den Anliegern zurückhole.

Regenwasserkanal ist am Ende

Bei der Untersuchung der Kanäle habe man festgestellt, dass es beim Schmutzwasser punktuelle Schäden durch Wurzeleinwüchse oder Risse gebe. „Im Regenwasserkanal sieht das anders aus, der ist am Ende“, sagte Hinz.

Die oberste Betonschicht sei schon weggewaschen. Dazu kämen Wurzeleinwüchse und Risse, Verstopfungen und Sandablagerungen. Das müsse komplett erneuert werden.

Außerdem gebe es nur 200er-Rohre, heute werde aber ein Mindestquerschnitt von 300 Millimetern vorgeschrieben.

Für das Baugrundgutachten habe man bis auf eine Tiefe von sechs Metern gebohrt. Nach den neuen Regeln müsste unter einer vier Zentimeter starken Deckschicht eine zehn Zentimeter dicke Asphalttragschicht kommen.

Darunter liege ein etwa 65 Zentimeter hoher Aufbau. In dieser Tragschicht befänden sich zurzeit Asphalt- und Ziegelreste. „Gerade Ziegel neigt zum Zerbröseln“, sagte Hinz.

Ingenieur schlägt neuen Straßenaufbau vor

Er rate deshalb dazu, den Aufbau gleich mitzumachen. Denn wenn man nur die Kanalschäden beseitige, die Baugruben schließe und danach eine dünne Asphaltschicht darüber ziehe, seien neue Risse und Absackungen auf der Fahrbahn zu erwarten.

Für den städtischen Haushalt beliefen sich die Mehrkosten auf gerade einmal 6000 Euro, für die Anlieger lägen die umlagefähigen Kosten bei rund 175000 Euro. Erneuere man gleichzeitig Bordsteine und Gehwegpflaster, kämen noch einmal 136000 Euro dazu.

Einmündungsbereich an der Schule im Blick

Man könne auch den Einmündungsbereich an der Schule ändern, „um das Gewühl morgens zu entzerren“, schlug Hinz vor. Wartende Busse mit ein- und aussteigenden Kindern, Elterntaxis, die bis aufs Grundstück der Schule führen und rückwärts wieder hinaus müssten, haltende Fahrzeuge mitten auf der Fahrbahn und dazu die Anlieger, die zur Arbeit müssten – das sei eine gefährliche Situation.

Man könnte eine Bushaltestelle mit Furt und eine Anrampung im Einmündungsbereich bauen. Umlagefähige Mehrkosten: 29600 Euro.

Er sehe da keinen Vorteil für die Anwohner, warf Kristian Klinck (SPD) ein: „Allerdings wäre es für die Stadt als Schulträger wichtig, die Situation dort zu verbessern.“

Weitere Möglichkeiten für zusätzliche Baukästen wären ein Gehweg von der Schule bis zum Ragniter Ring, die Umgestaltung des Einmündungsbereichs am Ragniter Ring mit rotem Pflaster, die Erneuerung der alten Straßenbeleuchtung und ein Gehweg von der Schule bis zum Jahnplatz.

Pflaster statt Asphalt?

Man könne überlegen, für die Fahrbahnoberfläche Pflaster statt Asphalt zu nehmen, was keine Mehrkosten verursachen würde. Teurer würde dagegen eine Variante mit Sickerpflaster, sodass das Regenwasser gleich ablaufen könnte.

„Wir sind alle bemüht, eine Lösung zu finden, die den kleinstmöglichen Unmut hervorruft“, versprach Fröhlich abschließend den Anliegern. Die Planung soll in einer Einwohnerversammlung am 2. März im Ratssaal vorgestellt werden.

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