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Plön Heikendorfer dürfen weiter böllern
Lokales Plön Heikendorfer dürfen weiter böllern
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16:48 14.09.2017
Von Andrea Seliger
Kann in der Nähe von Gebäuden gefährlich werden: Feuerwerk zum Jahreswechsel. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Heikendorf

300 Unterschriften gegen „Böller und Kanonenschläge" zu Silvester hatten Ingrid Hendel und Wilfried Breipohl in Heikendorf gesammelt und damit auch Bürgermeister Alexander Orth zum Nachdenken angeregt. Er wollte die Heikendorfer selbst darüber abstimmen lassen, wie sie den Jahreswechsel feiern wollen. Nun hat er Auskunft von der Kommunalaufsicht bekommen: Das ist nicht zulässig.

„Wenn etwas über ein Bundesgesetz geregelt ist, kann eine Kommune nicht für ihr Gemeindegebiet etwas anderes beschließen“, so Orth. In Sachen Silvesterböllerei darf die Gemeinde laut Sprengstoffgesetz zwar Verbote für feuergefährliche oder aus anderen Gründen schützenswerte Orte aussprechen, nicht aber für das ganze Gemeindegebiet.

Für Hendel und Breipohl gibt es viele Gründe, auf lautstarke und gefährliche Pyrotechnik zu verzichten: die Gefahr von Verletzungen an Auge, Gehör und anderen Organen bei Unfällen, die Belastung von Menschen und Tieren durch die Geräusche, Sachschäden, die Belastung der Luft durch Feinstaub, aber auch schlechte Arbeitsbedingungen bei der Herstellung in China. Die 300 Unterschriften zur Unterstützung ihres Anliegens hatten sie in nur wenigen Tagen am Schmiedeplatz gesammelt. In der Sache sieht sich das Paar durch den Zuspruch unterstützt. Bürgermeister Alexander Orth hatte die Frage auch in die Gemeindevertretung tragen und für eine Abstimmung der Bürger werben wollen – dies ist nun nach der Auskunft der Kommunalaufsicht gar nicht möglich. Für ein formell korrektes Bürgerbegehren hätte das Paar 680 Unterschriften benötigt, auch dies wäre jedoch gar nicht zulässig gewesen. „Gutwillige Bürgervertretungen auf lokaler Ebene werden unter Verweis auf die Bundeszuständigkeit an die kurze Leine genommen“, bedauert das Paar nun.

Wenn sich am Sonnabend exakt um 14 Uhr die Türen des Pastorats Giekau öffnen, sollte man/Mann beiseite treten. Dutzende kauflustige Damen warten davor auf Zutritt zum Markt „Frauensache(n)“ und wollen erste an den Kleidungsständern sein. Der Markt ist die Mutter aller Kleidungsmärkte der Region.

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