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Plön Kinder müssen in Provisorium umziehen
Lokales Plön Kinder müssen in Provisorium umziehen
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16:39 13.12.2019
Von Silke Rönnau
Vor einem Jahr zog das DRK für den Kindergarten Selent die Reißleine. Quelle: Christian Charisius
Selent

Der DRK-Ortsverein hatte die Kita 1973 mit einem Erbbaupachtvertrag auf Kirchenland gebaut. Man sei damals mit einer Gruppe gestartet, doch die Zahl sei schnell gestiegen. Auch die Öffnungszeiten seien immer weiter ausgeweitet worden, erzählt Ortsvorsitzende Antje Josten.

DRK zog die Reißleine

Ende vergangenen Jahres hatte das DRK dann die Reißleine gezogen und die Trägerschaft zum 1. Januar 2020 gekündigt. Die Arbeit könne ehrenamtlich nicht mehr geleistet werden, so Antje Josten. Die Buchführung für das Personal habe man bereits 2013 an den Landesverband und an einem Steuerberater abgeben müssen.

Anfang des Jahres startete das Trägerauswahlverfahren. Den Zuschlag erteilten die drei Trägergemeinden Selent, Lammershagen und Mucheln an die Johanniter.

Vorstandsmitglied Udo Neumann vom Regionalverband Schleswig-Holstein Nord/West unterzeichnete den Vertrag im Juli gemeinsam mit den Bürgermeistern Sabine Tenambergen aus Selent und Bernd Oelke aus Lammershagen sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Hans-Jürgen Schwarck aus Mucheln.

Selent will Gebäude kaufen

Die Gemeinde Selent habe beschlossen, das Gebäude zu kaufen, und die Verkaufsverhandlungen mit dem DRK gestartet, berichtet Sabine Tenambergen. Dann sei die Idee aufgekommen, auch das Kirchenland zu erwerben, doch die Kirche wollte nicht verkaufen.

Aus formellen Gründen seien die Verkaufsgespräche mit dem DRK ins Stocken geraten, berichtet Amtsleiter Manfred Aßmann. Um einen reibungslosen Kindergartenbetrieb zu gewährleisten, habe man deshalb nach Ausweichmöglichkeiten gesucht und auch gefunden.

Umzug ins Mutter-Kinder-Heim und Sportlerheim

Die beiden U3-Gruppen werden im Mutter-Kind-Heim untergebracht, die beiden Elementar- sowie die Naturgruppe kommen im Sportlerheim unter. „Wir haben die Heimaufsicht ins Boot geholt und auch der Brandschutz wurde geprüft. Das Ergebnis: Es ist für eine Übergangszeit möglich“, erklärt Aßmann.

Am vergangenen Montag habe der DRK-Landesverband seine Zustimmung zum Verkauf gegeben. Der Notartermin sei für den 17. Dezember angesetzt, so Aßmann. Es bleibe aber zunächst bei der provisorischen Umzugslösung. Die zwei Monate würden für Renovierungsarbeiten genutzt.

Die Eltern seien in einer Versammlung über die Situation informiert worden. „Viele haben gleich gefragt, ob sie beim Umzug helfen können“, freut sich Sabine Tenambergen.

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