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Plön An St. Katharinen zieht die Nässe hoch
Lokales Plön An St. Katharinen zieht die Nässe hoch
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15:33 27.02.2019
Von Silke Rönnau
Über die Schäden in der St.-Katharinen-Kirche in Kirchbarkau informierte Architekt Mike Woehs (von rechts) die Kirchengemeinderatsmitglieder Alexander Nicolaisen, Dieter Ponick und Franziska Sawade (verdeckt) sowie CDU-Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein. Quelle: Silke Rönnau
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Kirchbarkau

„Das Sanierungskonzept steht – jetzt müssen wir gucken, wie wir das finanzieren können“, erklärte Franziska Sawade als Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Die Sanierung sei nur in Zusammenarbeit mit Kirchenkreis, Landeskirchenamt und Landesamt für Denkmalpflege möglich. Man hoffe auf Bundesmittel und versuche außerdem, Gelder von Stiftungen und aus Benefizveranstaltungen einzuwerben.

Sonderprogramm für Denkmalschutz

Unterstützung versprach die CDU-Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein, die am Rundgang mit Kirchengemeinderatsmitgliedern und Architekt teilnahm. Es gebe ein Sonderprogramm für Denkmalschutz, der Bundestag entscheide über die einzelnen Maßnahmen, berichtete sie.

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"Das ist eine sehr lebendige Kirche"

Der Kirchengemeinderat wies darauf hin, dass das Gemäuer, das 1259 erstmals urkundlich erwähnt wurde und seit 1659 in der heutigen Form besteht, für mehr als nur Gottesdienste genutzt werde. Verschiedenste Gruppen sorgten für Musik, Theater und andere Veranstaltungen. „Das ist eine sehr lebendige Kirche“, sagte Alexander Nicolaisen.

Architekt Woehs hat alle Maßnahmen aufgelistet und eine Prioritätenliste erstellt. „Es wäre schön, wenn man die Sanierung in einem Schritt machen könnte, wenn das Gerüst schon mal steht“, meinte er, „aber man kann sie auch in mehrere Bauabschnitte einteilen.“

Fugen platzen auf

An der rechten Ecke am Südportal wies er auf einen langen Riss hin, der sich durchs ganze Mauerwerk ziehe und auch innen zu sehen sei. Dann zeigte er auf die nassen Stellen, die auf die schlechte Entwässerung zurückzuführen seien. Die Fugen platzten im Wechsel zwischen Frost und warmen Temperaturen auf. Die Fugen unter dem Natursteinsockel seien bereits ausgewaschen. „Das Wasser kommt nicht schnell genug vom Mauerwerk weg“, erläuterte er.

Weitere Feuchtigkeit werde über die Dachbalken, die die Mauerkrone durchstoßen, nach innen transportiert. Die Holzzapfen der historischen Dachsparren seien häufig nicht mehr vorhanden. Weitere Probleme gebe es im Dachbereich über die Orgel, für die einige Balken durchgesägt worden seien, und am Gesims.

Sanierung der St.-Katharinen-Kirche Kirchbarkau
Michael Felke 27.02.2019
Anja Rüstmann 27.02.2019
Astrid Schmidt 26.02.2019