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Plön Mit dem Markttreff im Rennen
Lokales Plön Mit dem Markttreff im Rennen
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07:01 15.05.2018
Von Silke Rönnau
Auch Pit Rüppell, der an der Kasse bei Christine Östermann bezahlt, kauft gerne im Markttreff in Kirchbarkau ein. Quelle: Silke Rönnau
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Kirchbarkau

Das Hauptaugenmerk des Wettbewerbs 2018, den das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration veranstaltet, liegt auf folgenden Themenfeldern: Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortsbildes, innovative Ansätze für Daseinsvorsorge und Infrastruktur sowie interkommunale Kooperationen. Dazu wurden jeweils eigene Erläuterungsberichte verfasst, erzählt der stellvertretende Kirchbarkauer Bürgermeister Frank Jedicke. Er freute sich darüber, dass sich mit Marie Charlotte Wahl, Ingo Warnke, Wulf Riethausen, Sabine Helmke und Björn Christensen gleich mehrere Autoren neben ihm selbst zur Verfügung stellten.

„Wir haben festgestellt, dass wir in den vergangenen Jahren wirklich eine ganze Menge gemacht haben“, erklärt er stolz. „Unsere Genossenschaft ist im Land einmalig.“ Damit meint er die Bürgergenossenschaft Barkauer Land, die vor zwei Jahren gegründet wurde und den Markttreff im Ort betreibt. Dazu wurden bewusst die umliegenden Gemeinden mit einbezogen. Und der Laden wird von den Kunden angenommen. „Das Modell funktioniert gut – der Jahresabschluss wird auf jeden Fall schwarz sein“, betont Jedicke. Es seien längst nicht nur Genossen, die dort einkaufen. „Das Einkaufsklima passt.“

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So nutzen viele Kunden den Einkauf auch zum Klönschnack. Sie können in der kleinen Sitzecke Kaffee und Kuchen genießen. Wichtig ist den Betreibern auch das Prinzip der Nachhaltigkeit. „Wir werfen so gut wie gar nichts weg“, sagt Jedicke.

Gemüse, das noch gut, aber leicht angestoßen ist und damit nicht mehr im Einkaufswagen landet, wird jeden Dienstag zu einer Suppe verarbeitet, die von ehrenamtlichen Helferinnen gekocht wird. Außerdem versuche man möglichst auf Plastik zu verzichten. Ein Kirchbarkauer Nähprojekt für Einheimische und Geflüchtete hat beispielsweise unter dem Label „Barkauer Büdel“ fröhlich-bunte Taschen entworfen.

Die Jury des Landeswettbewerbs wird die ausgewählten Gemeinden im Juni und Juli besuchen, um sich vor Ort einen Eindruck von den Dörfern zu verschaffen.

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