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Plön Votum für eine Zweifeld-Halle
Lokales Plön Votum für eine Zweifeld-Halle
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14:50 25.06.2019
Von Anne Gothsch
Nicht nur im Untergeschoss, sondern auch an den Wänden und an der Decke der Sporthalle in Kirchbarkau sind enorme Nässeschäden sichtbar. Mitglieder des Amtsausschusses Preetz-Land machten sich Ende 2018 ein Bild über den maroden Zustand der Halle. Der beauftragte Architekt Matthias Wohlenberg (links) erklärt Details für einen Neubau. Quelle: Anne Gothsch
Kirchbarkau

Die Kosten dafür werden momentan auf 2,7 Millionen Euro geschätzt. „Diese Entscheidung sollte eigentlich schon im Mai fallen, war aber vertagt worden, weil es noch Zweifel gab, ob aus Kostengründen nicht auch eine Einfeld-Halle reichen könnte“, berichtete Rainer Hingst, Vorsitzender des Projektausschusses des Amtes.
Zwar würde eine Einfeld-Halle gerade eben den Bedarf der Grundschule mit rund 166 Schülern (Stand September 2018) abdecken. Doch die Halle wird auch von zwei Sportvereinen genutzt, am intensivsten vom SV Kirchbarkau, der rund 520 Mitglieder in 21 Sparten hat. Der Postfelder Sportverein mit knapp 150 Mitgliedern benötigt nur eine wöchentliche Hallenzeit für die Spielgemeinschaft. Um auch für Wettkämpfe gerüstet zu sein, hätten sich die Vereine am liebsten eine Zweifeld-Halle in der Größe 45 mal 23 Meter mit Zuschauerbereich gewünscht. Doch die geschätzten Kosten von rund 3,5 Millionen Euro wären nicht finanzierbar gewesen.

Auch Sportvereine nutzen die Schulsporthalle

„Deshalb sollen jetzt die Pläne für eine abgespeckte Zweifeld-Halle mit einer Spielfeldgröße 35 mal 22 Metern weiterverfolgt werden. Generell war uns für dieses Großprojekt die Einstimmigkeit wichtig, denn immerhin wird es die zehn Nutzergemeinden über Jahre hinweg finanziell belasten“, so Hingst. Laut Amtsverwaltung zahlen die Gemeinden schon jetzt pro Schüler und Jahr rund 2000 Euro Schulumlage, für die Teilfinanzierung der Halle kämen grob geschätzt noch mal rund 400 Euro obendrauf.
Doch ein Ersatzneubau ist, wie berichtet, unausweichlich, denn eine intensive Prüfung hatte ergeben, dass eine Sanierung der fast 50 Jahre alten Sporthalle wirtschaftlich unvertretbar ist. Die Schäden an und in der Halle sind überall deutlich sichtbar. Aufsteigende Feuchtigkeit und Schimmelbefall gibt es vor allem im Kellergeschoss mit den Umkleide- und Sanitärräumen. Auch in der Halle selbst sind Feuchtigkeitsschäden aufgrund des maroden Flachdaches und aufsteigende Nässe offensichtlich.

Voraussetzung ist eine Fördersumme von rund 1,5 Millionen Euro

Die Amtsverwaltung soll jetzt Fördermittel beim Land sowie beim Kreis Plön für den Ersatzneubau der Sporthalle beantragen. Denn um die Pläne weiterverfolgen zu können, seien Fördermittel in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro nötig. Beim Kreis, der seine Unterstützung bereits signalisiert hatte (wir berichteten), hofft man auf Übernahme von 20 Prozent der Investitionssumme. „Das wären bei den derzeit geschätzten Kosten etwa 540 000 Euro“ so Hingst. Das Land habe aus einem Bundesförderprogramm für Sportstätten bereits eine Million Euro für den Ersatzbau reserviert. "Vom Zeitplan her wünschen wir uns natürlich einen schnellstmöglichen Baubeginn. Doch selbst wenn es mit Förderzusagen und Genehmigungen schnell gehen sollte – die meisten Baufirmen sind bis weit ins nächste Jahr ausgebucht“, gibt Hingst zu bedenken.

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