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Plön Solarkataster zeigt Daten für jedes Haus
Lokales Plön Solarkataster zeigt Daten für jedes Haus
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17:46 24.04.2019
Von Silke Rönnau
Welches Dach eignet sich für eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage? Das könnten Hausbesitzer in einem möglichen Solarpotenzialkataster nachlesen. Quelle: Rainer Jensen
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Preetz

Die Idee stammt von Hans Eimannsberger aus Preetz, der sich als ehemaliger Leiter der Energieagentur Schleswig-Holstein ehrenamtlich für den Klimaschutz engagiert. Das Projekt könnte bei einer interkommunalen Zusammenarbeit mit mindestens drei Kommunen von der Aktivregion mit 80 Prozent der Kosten bezuschusst werden, warb er jüngst im Preetzer Haupt- und Finanzausschuss sowie in den Pohnsdorfer und Schellhorner Gemeindevertretungen für die Umsetzung.

Die Aktivregion übernähme damit 13 120 Euro, die Restsumme von 6396 Euro verteile sich auf Preetz mit 4264 Euro sowie Pohnsdorf und Schellhorn mit jeweils 1066 Euro, erläuterte er.

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Fotos aus dem Flugzeug

Grundlage für die Solarpotenzialanalyse seien Laserscandaten, die beim Überfliegen des jeweiligen Untersuchungsgebietes generiert und in ein EDV-Programm eingelesen werden. Jedes Gebäude werde danach in eine von vier Kategorien von gut bis nicht geeignet eingeteilt. 

Auf Befürchtungen, dass hochauflösende Bilder ins Netz gestellt würden, betonte er, dass man die Datenschutzzentrale beteiligt habe und es auf der Karte keine personenbezogenen Informationen gebe.

Hausbesitzer können Anlagen berechnen

Über eine Anlagenkonfiguration könnten die Nutzer ihre eigene Photovoltaik- und Solarthermieanlage für Strom beziehungsweise Warmwasser auf ihrem Dach kalkulieren, führte er weiter aus. Dazu gebe es einen Wirtschaftlichkeitsrechner zu den Baukosten und dem Ertrag.

Positive Resonanz in Preetz und Pohnsdorf

„Der Ausschuss hat das Thema wohlwollend zur Kenntnis genommen“, erklärte der Preetzer Bürgermeister Björn Demmin. Im Haushalt sei zwar kein Geld dafür eingestellt, aber man könne eventuell einen Teil aus dem Klimaschutztopf nehmen.

Die Pohnsdorfer Gemeindevertretung habe zwar noch keinen Beschluss gefasst, aber das Projekt sei auf sehr positive Resonanz gestoßen, sagte Bürgermeister Marco Lüth. Es mache Sinn, nicht nur die Ortsteile Pohnsdorf und Sieversdorf zu erfassen, sondern auch die Außenbereiche abzufliegen. „Wir haben im landwirtschaftlichen Bereich viele Hallen und Schuppen.“

Schellhorn will sich beteiligen

Nägel mit Köpfen machte am Dienstagabend die Schellhorner Gemeindevertretung. Der Beschluss, sich an dem Solarpotenzialkataster zu beteiligen und dafür maximal 1500 Euro im Nachtragshaushalt bereitzustellen, fiel einstimmig.

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