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Plön Auszeichnung für Wärmekataster
Lokales Plön Auszeichnung für Wärmekataster
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19:46 05.11.2019
Von Anne Gothsch
Auf dem Hof Hörnsee in Pohnsdorf nutzt Landwirt Detlev Blunk schon seit Langem Sonnenenergie. Quelle: Anne Gothsch
Plön/Berlin

Mit dem seit zehn Jahren vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik ausgelobten Preis wurde das Engagement des Kreises Plön gewürdigt, eine klimafreundliche Wärmeversorgung im ländlichen Raum zu unterstützen. „Schon seit einigen Jahren investieren wir konsequent in Maßnahmen für mehr Energieeffizienz in den kreiseigenen Liegenschaften Wir wollen Vorbild für unsere Kommunen sein und diese auch dabei unterstützen, selbst aktiv zu werden. Dazu haben wir das Wärmekataster Plus als Planungsgrundlage für eine klimafreundliche Wärmeversorgung in den Städten und Gemeinden erstellt, das jetzt mit diesem Preis ausgezeichnet wurde“, erklärte die Landrätin. Deutschlandweit wird laut Experten die Hälfte der genutzten Energie zur Wärmeerzeugung eingesetzt, und der Wärmesektor wiederum ist für 40 Prozent der klimaschädlichen CO2–Emissionen verantwortlich.

Das trifft auch für den Kreis Plön zu. Mit dem ehrgeizigen Ziel, beide Werte zu senken und eine klimafreundlichere Wärmeplanung aufzubauen, trat 2017 der Klimaschutzmanager des Kreises, David-Willem Poggemann, seinen Dienst an. Inzwischen steht, wie berichtet, das Wärmeplanungskataster Plus den Kommunen kostenfrei zur Verfügung. In ihm sind sowohl der jeweilige Wärmebedarf der Gebäude sowie große Wärmeverbraucher und –quellen systematisch dargestellt.

Für den Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019" wurden 88 Beiträge in vier Kategorien eingereicht. Der Kreis Plön hat sich mit dem Wärmeplanungskataster Plus in der Kategorie Ressourcen- und Energieeffizienz beworben, hier gab es insgesamt 22 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.

25.000 Euro Preisgeld wird in Solarpotenzialkataster investiert

Mit dem nächsten Klimaschutz-Projekt stehen Poggemann und seine Mitstreiter schon in den Startlöchern, denn das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro, mit dem der Klimaschutz-Preis dotiert war, wird umgehend in ein kreisweites Solarpotenzialkataster investiert. „Unser großer Vorteil ist, dass wir dafür die Überflugdaten des Landesamts für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein nutzen können, die für den Kreis Plön aus diesem Jahr vorliegen“, erläutert der Klimaschutzmanager.

Die gesammelten Daten von Gebäuden und die Luftaufnahmen sollen anschließend von einer Firma mit einer speziellen Software ausgewertet werden, um herauszufinden, welche Dachflächen sich potenziell für die Nutzung von Sonnenenergie eignen. „Das kann natürlich nur eine erste Orientierung sein, die noch nichts über statische und andere Gegebenheiten aussagt. Aber jeder Hauseigentümer kann sich anhand der Daten weitere Informationen etwa von einem Energieberater und von einem Statiker einholen“, so Poggemann.

Aussagen über Kosten, Ertrag und Wirtschaftlichkeit

Im zweiten Schritt sei ein zusätzliches Tool geplant, um bei Interesse eine Solaranlage virtuell konfigurieren und dazu auch Aussagen über Kosten, Ertrag und Wirtschaftlichkeit treffen zu können. „Der große Vorteil ist, dass Kommunen und Privatpersonen dann kostenfrei auf eine einheitliche Datenbasis zugreifen können und wir so einen Flickenteppich von Einzelaktionen vermeiden“, erklärte Poggemann.
Spätestens bis zum Jahresanfang 2020 sollen die Daten vom Landesvermessungsamt vorliegen. Im Sommer könnte das Solarpotenzialkataster dann zur Verfügung stehen.

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