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Plön Lösungsideen sind Gemeinschaftsaufgabe
Lokales Plön Lösungsideen sind Gemeinschaftsaufgabe
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06:33 06.02.2020
Von Jördis Merle Früchtenicht
Bei der Ideenwerkstatt zum Plöner Klimaschutzkonzept bringen sich die Teilnehmer mit Anregungen ein. Frank Neufeind (links), Sprecher der Stadt, moderierte eine der Diskussionsgruppen. Quelle: Jördis Früchtenicht
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Plön

„Der Klimaschutz ist im Alltag angekommen, aber die Bereitschaft, selbst aktiv zu werden, ist nur schwach ausgeprägt“, stellt Plöns Klimaschutzmanager Sönke Hartmann fest. Hartmann führt die in der Aula am Schiffsthal durch den Abend. Die Bürger sollen sich bei der Identifizierung von Problemen beim Thema Klimaschutz ebenso wie mit Ideen für konkrete Maßnahmen einbringen – sie könnten später in das auszuarbeitende Konzept einfließen. „Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir müssen uns gegenseitig dabei unterstützen, Lösungen zu finden“, sagt Hartmann. Ansatzpunkte für Plön könnten etwa in der Abfallbeseitigung oder auch in der Reduzierung des Papierverbrauchs liegen.

Lokaler Klimaschutz in vier Themenkomplexen

Die Teilnehmer beschäftigen sich an vier Tischen mit den Themenkomplexen Mobilität, Wärme und Kälte sowie private Haushalte, Erneuerbare Energien und IT-Infrastruktur sowie Gewerbe, Dienstleistung und Handel. Jeweils 15 Minuten besprechen sich die Gruppen, dann kann zum nächsten Tisch gewechselt werden. Wer will, wirft seine Anregungen, die abseits der vier Themengebiete liegen, in eine Ideenbox.

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Die Anwesenden wollen handeln, wie der Applaus für einen Kommentar aus dem Publikum zeigt: „Es wird bei dem Thema zu viel theoretisch erläutert, dann klopft man sich dafür auf die Schulter. Wir müssen jetzt mit dem Klimaschutz anfangen.“

Maßnahmen mitzugestalten begrüßen die Teilnehmer

Während andere in den Gruppen diskutieren, wirft Dorit Dahmke viele Zettel in die Ideenbox. „Ich finde es toll, dass wir hier Maßnahmen mitgestalten können. Es ist eine Chance, Ideen vorzubringen.“

Olaf Hansen hat sich an den Thementischen eingebracht. Er wünscht sich sichtbare Ergebnisse: „Das Konzept sollte schnell umgesetzt und nicht noch zwei, drei Jahre von den Behörden diskutiert werden.“

Wie Klimaschutzziele erreicht werden könnten, möchte Beate Duwe wissen: „Mich interessiert, was Plön konkret machen will.“ Gerade die Umweltbildung von Kindern liege ihr am Herzen. „Sie können ihr Verhalten noch am leichtesten ändern und bringen das dann in die Familien ein.“

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Teurer Nahverkehr wird als Problem gesehen

Die Ideen der Teilnehmer werden an Pinnwänden festgehalten, die zum Ende des Abends voller bunter Zettel sind. Als Probleme werden etwa die hohen Preise im öffentlichen Nahverkehr oder auch Elterntaxis vor Schulen gesehen. Immer wieder kommt auch auf, dass an vielen Stellen Unklarheit herrscht. Welche Förderungen gibt es etwa für eine neue Heizung oder eine energetische Sanierung? Ein konkreter Vorschlag der Teilnehmer: Die Stadt stellt einen Beratungslotsen ein, der unkompliziert mit Informationen weiterhelfen kann. Andere Ideen sind, die Plön-Schau als Bühne für Betriebe mit einem Fokus auf den Klimaschutz zu nutzen oder auch, die Straßenbeleuchtung mittels Bewegungsmelder oder App zu steuern.

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Nach der Ideenwerkstatt gibt es vieles, was im Klimaschutzkonzept berücksichtigt werden könnte. „Das Konzept soll so regional und stadtnah wie möglich sein“, sagt Bürgermeister Lars Winter (SPD). Neben den Resultaten des Abends wird auch eine noch zu erstellende Treibhausgasbilanzierung für Plön in den Entwurf einfließen.

Für Hartmann steht fest, dass er viele Hausaufgaben mitnimmt. „Es sollen nur Maßnahmen ins Konzept, die für die Stadt umsetzbar sind.“ Über den Sommer wolle er die Ergebnisse „interpretieren und zusammenfassen“. Im August sollen sie dann bei einer weiteren Veranstaltung den Bürgern vorgestellt werden. Zwischendurch wird er über die Entwicklungen im Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus informieren.

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