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Plön Neue Intensivstation eingeweiht
Lokales Plön Neue Intensivstation eingeweiht
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19:00 22.03.2019
Von Anne Gothsch
Stationsleiterin Marion Meng-Krause und Oberarzt Dr. Bartosz Anuszkiewicz freuen sich darauf, die Patienten auf der neuen Intensivstation nach modernsten medizinischen Standards betreuen zu können. Vor allem der Deckenlift, den die Stationsleiterin zeigt, und die direkt angrenzende separate Spülstation erleichtern die Arbeit und erfüllen höchste Hygieneanforderungen. Quelle: Anne Gothsch
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Preetz

Zusätzlich gibt es vier sogenannte Intermediate-Care-Betten in zwei Zweibett-Zimmern, die für Patienten gedacht sind, die zwar für eine bestimmte Zeit per Monitor überwacht werden müssen, aber keine sonstige intensivmedizinische Betreuung benötigen. Bei Bedarf können diese beiden Zimmer jederzeit für intensivmedizinische Versorgung aufgerüstet werden. Die neue Station erweitert nicht nur die Kapazität für den Intensivbereich, sondern entspricht auch höchsten Hygienestandards, weil zu jedem Zimmer eine separate Schleuse inklusive Spülstation für Isolationsmaßnahmen gehört. „Das ist gewissermaßen Luxus pur, denn die Schleuse erfüllt schon jetzt hygienische Anforderungen der Zukunft und erleichtert uns die Arbeit“, erklärte die Stationsleiterin Marion Meng-Krause.

Pro Jahr 500 bis 1000 Patienten

Wie der für die Intensivstation zuständige Oberarzt Dr. Bartosz Anuszkiewicz berichtete, werden pro Jahr zwischen 500 und 1000 Patienten intensivmedizinisch betreut. Eine erweiterte Kapazität und moderne Technik seien daher besonders wichtig, denn auf der bisherigen Intensivstation mit sieben Betten, davon sechs in Zweibett-Zimmern, habe man das zweite Bett nicht mehr nutzen können, sobald ein Patient wegen Ansteckungsgefahr isoliert werden musste.

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Intensivstation kostete 12,7 Millionen Euro

Stephanie Ladwig, Landrätin und zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Klinik, betonte, dass die Klinik Preetz das einzige kommunale Krankenhaus in der Region sei, das immer noch schwarze Zahlen schreibe. Sie dankte dem Sozialministerium für die großzügige Förderung von über zehn Millionen Euro, ohne die das rund 12,7 Millionen Euro teure Projekt nicht realisierbar gewesen wäre.
Die Modernisierung ist damit noch nicht abgeschlossen, denn in einem Jahr soll die bisherige Intensivstation zu einem zentralen Aufnahmebereich umgebaut werden, in dem dann auch die Anlaufpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung integriert wird.

Michael Felke 22.03.2019
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Jan-Claas Harder 22.03.2019