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Plön Hügelgrab soll geschützt werden
Lokales Plön Hügelgrab soll geschützt werden
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16:17 08.11.2016
Von Andrea Seliger
 Das Hünengrab gegenüber den Raisdorfer Krötenteichen ist jetzt eingezäunt. Die Biker haben ihre Strecke umgelegt. Quelle: Andrea Seliger
Schwentinental

Weil der Hügel auch für Downhill-Biker attraktiv ist, wurde er nun eingezäunt, um ihn zu schützen. „Das Denkmal wäre schleichend zerstört worden“, erklärt Ingo Lütjens von Archäologischen Landesamt. Viele dieser Grabhügel seien bereits der Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Deshalb drängte seine Behörde darauf, die Stelle besser zu schützen. Denn auf dem Berg auf der Grenze zwischen Schwentinental und Pohnsdorf, mit einer für schleswig-holsteinische Verhältnisse durchaus beachtlichen Höhe von rund 60 Metern, der zu den Teichen hin auch recht steil abfällt, haben Downhill-Biker sich eine Strecke mit verschiedenen Sprüngen angelegt. Startpunkt war früher genau auf dem Bronzezeit-Grab. Es ist seit 1968 als „archäologisches Denkmal Pohnsdorf DB-Nr.2“ im Denkmalbuch eingetragen und ist beschrieben als „einzelner Grabhügel auf der Höhe 65,7 im Preetzer Klosterforst, nordwestlich des Raisdorfer Teiches gelegen“. Der Grabhügel allein misst etwa 1,5 Meter und hat einen Durchmesser von 14 Metern.

 „Schon beim Aufbauen des Zauns gab es Diskussionen“, erinnert sich Förster Dirk Sauer. Der Wald gehört dort dem Kloster Preetz. Der erste Zaun wurde zerstört. Deshalb hängt dort nun ein Schild, das den Bikern ein Ende ihrer gesamten Strecke androht, sollten sie den Zaun nicht achten. Inzwischen, so verraten es jedenfalls die Spuren, wurde ein neuer Startpunkt unterhalb des Grabhügels geschaffen. Die Strecke verkürzt sich dadurch um etwa zehn Meter. Wetterbedingt sind zur Zeit allerdings auch nur noch selten Aktive am Berg.

 Wer aber liegt nun in diesem Grabhügel? Das wissen auch die Archäologen nicht genau. Vermutlich stamme die Stätte aus der älteren Bronzezeit, so Lütjens, eine Zeit von etwa 1600-1200 v. Chr. Daraus, das es ursprünglich Tausende solcher Grabhügel in Schleswig-Holstein gab, schließen die Forscher, dass es keineswegs nur bedeutende Personen waren, die so bestattet wurden. Häufig fänden sich gleich mehrere Gräber in solchen Hügeln, wobei für jede Bestattung erneut Material aufgeschüttet worden sei, die Hügel seien also immer größer geworden. Lütjens hofft nun, dass dieses Denkmal erhalten bleibt: „Wenn es erst einmal kaputt ist, war es das.“

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