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Plön Briefwahl wird immer beliebter
Lokales Plön Briefwahl wird immer beliebter
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20:09 22.05.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Auch Klaus Giese macht von der Briefwahl Gebrauch und wirft den Umschlag im Rathaus in die Urne, beobachtet von Bürgermeister Björn Demmin und Bürgerbüro-Leiterin Christiane Gerlitz. Quelle: Silke Rönnau
Kreis Plön

In Schwentinental können in diesem Jahr 11.126 Wahlberechtigte ihre Stimme für Europa abgeben. 1305 haben ihr Wahlrecht schon wahrgenommen und per Brief gewählt, wie Michael Stubbmann aus der Verwaltung zu Beginn dieser Woche berichtet. Er leitet das Bürgeramt und ist für den Bereich Wahlen zuständig. Nach aktuellem Stand haben also bereits 11,7 Prozent der Wahlberechtigten per Brief ihre Stimme abgegeben. Etwa die Hälfte von ihnen, so Stubbmann, habe vor Ort im Rathaus den Wahlschein ausgefüllt, die andere Hälfte habe sich die Wahlunterlagen schicken lassen. Auch aus dem Ausland kamen Anträge – von Schwentinentalern, die sich in der Schweiz, in Frankreich oder in England aufhalten. Bei der Europawahl 2014 hatte der Wahlleiter dagegen nur 870 Briefwähler (acht Prozent) zu verzeichnen. „Die Briefwahl in Schwentinental nimmt tendenziell zu“, stellt Stubbmann fest. Die Beantragung der notwendigen Wahlscheine ist übrigens auch leichter geworden. Auf den Wahlbenachrichtigungen befindet sich jetzt unter anderem ein QR-Code für Wahlscheinanträge.

In Preetz vermeiden ebenfalls immer mehr Bürger den Gang ins Wahllokal, um ihre Stimme abzugeben. Von den 12.879 Wahlberechtigten haben bislang 1539 die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Bei der letzten Europawahl waren es nur 963. „Das sind also jetzt schon rund 60 Prozent mehr“, erklärt Bürgermeister Björn Demmin. Auch die Preetzer Klaus Wiese und Walter Arp sind mit ihren Unterlagen im Rathaus vorbeigekommen. „Wir sind um diese Zeit oft im Urlaub, da machen wir häufiger Briefwahl“, erzählt Arp, während er den Umschlag in die Wahlurne steckt. Christiane Gerlitz, Leiterin des Bürgerbüros im Rathaus, erzählt, dass es einige Menschen gebe, die nicht so gerne ins Wahllokal gingen. „Und vielleicht möchte sich der eine oder andere den langen Stimmzettel in Ruhe angucken.“

In den Ämtern des Kreises Plön ist ebenfalls ein Trend zur Briefwahl erkennbar. Im Amt Schrevenborn mit seinen drei Gemeinden etwa haben aktuell 1983 Bürger ihre Stimme per Brief abgegeben, teilt Jan Plagmann aus der Amtsverwaltung mit. Bei der letzten Europawahl machten nur 1455 Menschen Briefwahl.

Während im Amt Preetz-Land bei der Europawahl 2014 noch 642 Briefwähler in den 17 Gemeinden verzeichnet wurden, waren es Anfang dieser Woche bereits 898, davon steckten 200 Wähler ihren Umschlag direkt in der Amtsverwaltung in die Urne.

Im Amt Selent-Schlesen mit 4680 Wahlberechtigten stieg die Zahl der Briefwähler von 379 vor fünf Jahren auf aktuell 570 – und es sind ja noch einige Tage bis zur Wahl.

Im Amt Probstei haben bislang 2267 Wähler ihre Stimme per Brief abgegeben, 17.700 sind wahlberechtigt.

Im Amt Lütjenburg haben aktuell 1290 Bürger von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Es gibt 12800 Wahlberechtigte.

In Plön, Bösdorf und Ascheberg sind 10.998 Menschen wahlberechtigt. Hier gab es bislang 1431 Briefwähler, 2014 waren es 974.

Im Amt Bokhorst-Wankendorf machten bis Anfang dieser Woche bereits 639 der insgesamt 6585 Wahlberechtigten ihr Kreuz auf dem Stimmzettel und beförderten die Kuverts damit zur Amtsverwaltung in Wankendorf. Bei der Europawahl 2014 kam das Amt auf 331 Briefwähler.

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