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Plön Giftiges landet selten in der Mülltonne
Lokales Plön Giftiges landet selten in der Mülltonne
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17:15 21.09.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Foto: Schadstoffsamlung Lütjenburg
Schadstoffsamlung Lütjenburg Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Lütjenburg

„Wo sind die Batterien?“ fragt ein Kunde. „Die Batterien macht der Kollege ein Haus weiter“, sagt Stefan Wohlert von der Firma Remondis, die die Abfallwirtschaft des Kreises mit der Schadstoffsammlung beauftragt hat. Es ist fast familiär. Viele Gesichter kenne er. Man klöne miteinander. Wenn er denn Zeit hat. Bei guten Wetter reiht sich eine lange Schlange von Menschen vor den Containern und Anhängern. Heute regnet es, aber es kommen immer noch viele.

Bis zu 6000 Anlieferungen pro Jahr

90 Sammeltermine bietet der Kreis Plön jedes Jahr an Flächendeckend und kostenlos. Das gefällt den Bürgern ganz offenbar. Zwischen 5500 und 6000 Anlieferungen registrieren die Sammler pro Jahr. Gut zehn Prozent aller Haushalte im Kreis. Bei einer Restmüllanalyse vor wenigen Jahren kam heraus: Es sind kaum Gifte vorhanden. Sie müssen daher bei der Schadstoffsammlung abgegeben und nicht in die grauen Tonnen geworfen sein, mutmaßt Helmut Stelling, zuständiger Sachbearbeiter bei der Abfallwirtschaft. „Das sieht gut aus.“

Wandfarbe machten den größten Anteil aus

Gut die Hälfte machen Wandfarben aus. Per Container kommen sie in ein Zwischenlager nach Lübeck. Wenn die Menge sich lohnt, landen die Wandfarben aus dem Kreis Plön samt Plastikeimer in der Hausmüll-Verbrennungsanlage in Stapelfeld.

"Es läuft super"

Die Abfallwirtschaft wendet jedes Jahr 140.000 Euro für die Sammlung der Schadstoffe auf. Eine Investition, die sich lohne, so Stefan Plischka, Leiter der Abfallwirtschaft. „Es läuft super und wird gut angenommen.“

Wahre Dramen bei der An- und Abfahrt

Nur ein einziges Problem gibt es. Die Bürger bringen in der Regel ihre Sachen per Auto zu den Sammelstellen. Bei dem großen Andrang kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Auch immer wieder in Lütjenburg, berichtet Stefan Wohlert. Autofahrer blockieren sich gegenseitig, lassen den anderen nicht vor oder zurück. Wohlert: „Es spielen sich manchmal wahre Dramen mit den Autofahrern ab.“

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