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Plön Kreis Plön: Koma quer durch alle Schichten
Lokales Plön Kreis Plön: Koma quer durch alle Schichten
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17:07 16.06.2009
Kreis Plön/Lütjenburg

Dieses Phänomen des Koma-Trinkens geht quer durch alle sozialen Schichten, macht inzwischen auch vor Jüngeren nicht Halt. Wie schwer es auch Fachleuten fällt, trotz intensiver Analyse möglicher Ursachen das Gesellschaftsproblem in den Griff zu bekommen, wurde am Montag bei einer Ringveranstaltung der Plöner CDU-Kreistagsfraktion in Lütjenburg deutlich.

Wirtschaftliche Probleme immer größerer Bevölkerungsgruppen und steigende Perspektivlosigkeit junger Menschen, vor allem mit fehlenden oder schlechten Schulabschlüssen, bewirken nach Einschätzung von Kristina Höhne-Wawra von der Suchtberatungsstelle des Kreises aus Preetz den Druck, die trostlose Realität einfach mit Alkohol „weg zu beamen“. Dazu kämen noch Gruppenzwänge, Resignation vor der persönlichen Zukunft und - bei immer mehr jungen Mädchen - der Wunsch, mit den Jungs gleichziehen zu wollen.

Diese Erfahrungen kann Rüdiger Wiese nur bestätigen. Er arbeitet seit fünf Jahren als Streetworker in Preetz, hat sich kontinuierlich Kontakte zu den Jugendlichen aufgebaut und erlebt schon mal, dass an Wochenenden zwölfjährige Mädchen nach einer Party volltrunken aus der Wohnung des deutlich älteren Freundes geholt werden müssen. „Leider passiert dann oft gar nichts. Eltern ignorieren das Problem und nutzen deshalb auch keine professionelle Hilfe“. Er selbst weiß, dass er mit „erhobenem Zeigefinger“ nichts bewirken kann. Sein „Patentrezept“: Praktische Projekte, an denen sich die jungen Leute - freiwillig - beteiligen können und durch die sie das Selbstwertgefühl „aufpolieren“ können.

Für Claudia Haacke vom Jugendaufbauwerk Plön ist es vor allem auffällig, dass „ihre“ Jugendlichen nur an Wochenenden Alkoholexzesse erleben und schon freitags planen, wie und wo sie sich abends „wegschießen“ werden. Gemeinsame Gespräche am Montag zeigten dann zwar gelegentlich positive Wirkung und führten auch zu selbstkritischem Nachdenken: „Aber das hält nicht lange vor“.

In der von der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Ulrike Michaelsen, geleiteten Diskussion im „Uns Huus“ wurde schnell klar, dass auf verschiedenen Ebenen Hilfestellung geleistet werden muss. Dabei sei die ganze Gesellschaft gefordert, vor allem Eltern müssten ihren Erziehungsauftrag ernst nehmen und Grenzen setzen, forderte der Lütjenburger Stadtvertreter Dirk Sohn. Die Politik müsse mithelfen, den jungen Leuten vor allem in Vereinen und Verbänden sinnvolle Angebote zu machen.

Werner Kalinka (MdL) bemängelte die offensichtlich zu geringen Kontrollen bei Großveranstaltungen. Thomas Hansen regte an, konsequent auf Alkoholwerbung beim Sport zu verzichten. Für Helga Jessen ist klar: „Kindern müssen deutlich Grenzen gesetzt werden“. Birgit Lamp sah eine Möglichkeit, das Problembewusstsein der Jugendlichen deutlicher zu schärfen: Veranstaltungen zur Suchtprävention müssten zweimal jährlich und nicht - wie jetzt am Schulzentrum üblich - alle zwei Jahre angeboten werden.

Kreis-Lauf endete mit einem neuen Streckenrekord über 100 Kilometer. Die Mannschaft Lauftreff des Plöner TSV siegte in der Startkategorie Mixed und legte mit 6 Stunden und 14 Minuten eine Traumzeit hin.

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