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Plön Plakataktion in Bussen zum Thema Demenz
Lokales Plön Plakataktion in Bussen zum Thema Demenz
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06:36 11.03.2020
Von Anne Gothsch
Anne Brandt vom Kompetenzzentrum Demenz SH (von links) mit den Siegern des Plakatwettbewerbs Janne Studt, Marcia Estevez Trautner und Miguel Ribeiro Da Saude. Alle drei studieren an der University of Applied Sciences Europa Hamburg. Quelle: Anne Gothsch
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„Wir nutzen insgesamt mehr als 300 Busse in Schleswig-Holstein und der Metropolregion Hamburg als Transportmittel für unsere Botschaft ‚Gemeinsam hinschauen, Demenz erkennen, Möglichkeiten wahrnehmen‘, die auf den Plakaten unter den markanten Sätzen steht“, erklärt Anne Brandt, stellvertretende Leiterin des Kompetenzzentrums. „Denn es gibt landesweit und auf kommunaler Ebene eine ganze Menge an Beratungsstellen, Ansprechpartnern für Betroffene und Angehörige oder Selbsthilfegruppen, aber diese werden noch nicht so in Anspruch genommen, wie es nötig und sinnvoll wäre. Dabei wächst der Bedarf kontinuierlich“, meint Brandt.

Rund 58.000 Menschen mit Demenz gebe es laut Kompetenzzentrum in Schleswig-Holstein und die Anzahl steige stetig. Das Zentrum mit Sitz in Norderstedt hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, alle mit dem Thema Demenz befassten Akteure zu vernetzen, das Netz zu erweitern und die lückenlose Versorgung und Betreuung von Erkrankten vor allem im ländlichen Raum zu sichern. Dabei gelte die Maxime „ambulant vor stationär“, was die Bedeutung von Beratungsstellen und Hilfsangeboten in den einzelnen Kommunen erhöhe.

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Neuer Online-Wegweiser listet Hilfsangebote vor Ort auf

„Mit der Plakataktion wollen wir den Fokus vor allem auf Demenz im Anfangsstadium legen und auch jüngere Menschen für das Thema sensibilisieren“, sagt Anne Brandt. Denn je früher die Erkrankung diagnostiziert werde, umso länger könnten die Betroffenen mit medizinischer Hilfe und begleitender Unterstützung selbstständig bleiben und eine hohe Lebensqualität genießen.

Gerade im Anfangsstadium werde die Krankheit oft nicht ernst genommen. Betroffene kämen mit den Anforderungen des Alltags meist noch gut zurecht oder würden das zumindest selbst glauben. Das kann der 58-jährige Stefan F. nur bestätigen, für den die Diagnose „Demenz“ vor einiger Zeit „eine Katastrophe“ gewesen sei. „Ich habe zwar ab und an mal gemerkt, dass mein Gedächtnis nicht mehr wie gewohnt funktionierte. Aber ich habe alles verdrängt“, berichtet der Sozialpädagoge, der bis zu seiner Erkrankung 20 Jahre lang eine sozialtherapeutische Einrichtung im Kreis Herzogtum Lauenburg geleitet hat. Seine Familie habe ihn dann schließlich dazu gedrängt, sich von einem Facharzt untersuchen zu lassen.

Vergesslichkeit und Wortfindungsstörungen

„Wir wollen den Menschen Mut machen, sich bei Verdacht auf Demenz Hilfe zu holen“, sagt Anne Brandt vom Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein. „Wenn die Vergesslichkeit zunimmt oder etwa Wortfindungsstörungen über einen längeren Zeitraum anhalten, dann sollte man eine solche Untersuchung auf keinen Fall auf die lange Bank schieben. Schon allein, um andere Ursachen, wie etwa übermäßigen Stress mit möglichen gesundheitlichen Folgen oder eine Schilddrüsenunterfunktion auszuschließen“, rät Anne Brandt.

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Das Projekt „Gemeinsam hinschauen“ soll Menschen, die Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit oder Probleme bei der Alltagsbewältigung bemerken, Mut machen, sich Hilfe zu holen. Gleiches gelte für die Angehörigen. Gute Dienste leistet dabei der aktuelle Demenzwegweiser-Schleswig-Holstein, der seit Monatsbeginn im Internet unter www.demenzwegweiser-sh.de verfügbar ist. Für den Kreis Plön sind darin beispielsweise Adressen und Telefonnummern der Alzheimer Gesellschaft im Kreis Plön, des Pflegestützpunktes, diverser Betreuungsdienste oder einer Selbsthilfegruppe angegeben.

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