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Plön Bohrschlamm: Sechs Flächen mit Risiko
Lokales Plön Bohrschlamm: Sechs Flächen mit Risiko
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07:00 04.05.2017
Von Heike Stüben
Die markanten Pferdekopfpumpen zur Ölförderung gehörten bis in die 90er-Jahre zum Landschaftsbild im Kreis Plön. Quelle: hfr
Plön

Im Umweltausschuss in Plön wurden jetzt die sechs Flächen vorgestellt, die sich durch die historische Begutachtung ergeben haben.

In drei Fällen waren die Bohrschlämme in ehemalige Kiesgruben gekippt worden. Dort ist der sandig-kiesige Untergrund durchlässig – ein Risiko für das Grundwasser. Deshalb werden dort nun Messstellen eingerichtet, das Grundwasser wird beprobt und analysiert. Es geht vor allem um die Bohrschlammablagerung im Fuchsbergredder in Mönkeberg. In Plön wird betont, dass DEA diese Ablagerung 1988 den Behörden nicht mitgeteilt hatte. Das gilt auch für die Gruben in Wankendorf und Rastorf. Nur durch die Befragung älterer Bürger wurde das Gefährdungspotenzial in diesen Fällen überhaupt bekannt.

In Mönkeberg wurden in dem abgelagerten Bohrschlamm 2009 Mineralkohlenwasserstoffe in erhöhter Konzentration gefunden. Allerdings soll nur der westliche Teil der früheren Kiesgrube stark mit Bohrschlamm belastet sein. Die Fläche soll früher vom Gemeindebauhof genutzt worden und noch immer unbebaut sein. Der benachbarte Bolzplatz soll nicht betroffen sein. Laut Gutachten könnten die Öle in den Bohrschlämmen aber mobilisierbar sein.

Zweitens geht es um die Zentralschlammgrube in Ascheberg, heute eine Weide und ein Teich. Auch bei der Bohrschlammgrube im Wildenhorster Weg in Rastorf, heute ein wilde Fläche, muss das Grundwasser analysiert werden. Bei drei anderen landwirtschaftlich genutzten Bohrschlammsammelkuhlen in Stein und bei Löhndorf sowie in der Sammelgrube in Wankendorf muss der Boden untersucht werden. Das Problem: Die Schadstoffe sind im Bohrschlamm meist nicht überall gleich verteilt.

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