Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön Viel Widerspruch gegen Windkraft-Pläne
Lokales Plön Viel Widerspruch gegen Windkraft-Pläne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 19.12.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
An sieben Standorten im Kreis Plön plant das Land Windräder. Quelle: Frank Peter
Kreis Plön

Folgende Standorte stehen in dem Plan: Eine Fläche in Heikendorf südlich der B 502 mit einer Größe von 20,4 Hektar. Die Gemeinde steht dem ablehnend gegenüber. Bürgermeister Tade Peetz: „Ich gehe davon aus, dass sich die ablehnende Haltung und Bewertung der Gemeinde eher noch verstärkt.“ Er sieht ein hohes Konfliktpotenzial mit möglichen Baugebieten auf der nördlichen Seite der Bundesstraße. 

Eine große Fläche liegt überwiegend in der Gemeinde Fiefbergen, auf der bereits teilweise Windräder stehen. Die 72,6 Hektar erstrecken sich in kleineren Teilen auch über die Gemeinden Fahren und Passade.

In der Gemeinde Schwartbuck denken die Landesplaner an ein besonderes Gebiet für Repowering. Wenn an anderer Stelle Windräder abgebaut werden, die außerhalb der Vorrangflächen stehen, dürfen an dieser Stelle dafür neue aufgebaut werden. Auf zwei Alt-Anlagen kommt dabei ein Neubau. Die Windräder ziehen praktisch um. Diese Fläche ist 60,6 Hektar groß und erfasst auch kleine Teile des Gemeindegebietes von Bendfeld und Stakendorf.

Mit 161 Hektar erstreckt sich das größte Vorranggebiet in zwei Teilen über die Gemeinden Rendswühren, Ruhwinkel und Schillsdorf. Auch hier drehen sich bereits einige Windräder. Rendswührens Bürgermeister Thomas Bahr bedauert es, dass die Landesplanung den Einspruch der Gemeinde abgelehnt hatte. „Rendswühren besteht aus vielen Ortsteilen, die Lebensqualität wird nicht nur in Griesenbötel sinken“, sagte Bahr mit Blick auf Vorranggebiete nördlich der Ortsteile Schipphorst, Dreikronen und Altenrade.

Eine weitere Fläche (131,7 Hektar) ist gemeindeübergreifend bei Bönebüttel, Großharrie, Schillsdorf und Tasdorf in der Planung. Dazu kommen zwei weitere Gebiete in Bönebüttel mit einer Größe von 24,9 und 53,8 Hektar.

Entfallen im Vergleich zum vorherigen Entwurf des Landes ist eine Fläche von 58,5 Hektar in Großharrie. Grund: Hier hat ein Rotmilan sein Revier.

Die Vorranggebiete erstrecken sich auf einer Fläche von 5,25 Quadratkilometer. Der Kreis Plön umfasst insgesamt 1083 Quadratkilometer. Im Kreis Plön erzeugten die Windräder zuletzt 35 Megawatt. Zum Vergleich: Strom aus Fotovoltaik brachte es auf 30 Megawatt.

Zahlreiche Windräder stehen heute außerhalb der geplanten Vorranggebiete. Das betrifft Orte wie Lehmkuhlen, Köhn oder Fargau-Pratjau. Diese Anlagen genießen Bestandsschutz, dürfen aber nicht erneuert werden. Wenn ihre technische Lebenszeit abgelaufen ist, verschwinden sie irgendwann.

Große Teile des Kreises Plön fallen von vornherein als Platz für Windenergie heraus. Grund sind die vielen Seeadler, die zwischen dem Großen Plöner See und der Ostseeküste leben.

Die Kreisverwaltung Plön sah in der Vergangenheit viele der jetzt erneut vorgeschlagenen Gebiete sehr kritisch. Am Standort Schwartbuck bemängelte der Kreisplaner die Nähe zur Ostsee. Er sei damit störend für den Tourismus und seltene Fledermaus- und Vogelarten wie den Wespenbussard. Die Region sei zudem wichtig für den überregionalen Vogelzug. Auch Heikendorf gefiel den Kreisplanern nicht. Windräder entwerteten das Gebiet für die Erholung der Menschen aus den umliegenden Gemeinden.

Lesen Sie auch:

EckernfördeKein großer Windkraft-Ausbau geplant

Reaktionen aus RendsburgVon "enttäuscht" bis "vertretbar"

Windkraft in SegebergLand streicht vier Vorrangflächen

Darum geht's: Neue Runde im Windkraft-Streit 

Irgendwo ist ein Leck. Aber wo? Seit über zwei Jahren sucht die Gemeinde Grebin nach einer Leckage im Trinkwassernetz. Täglich (!) gehen rund 30000 Liter Wasser verloren. Die Gemeinde startet nun einen neuen Versuch, das schadhafte Rohr zu finden. Aber es ist schwierig.

Hans-Jürgen Schekahn 19.12.2019

Das Wohnen in Wankendorf wird ab dem 1. Januar deutlich teurer. Mit großer Mehrheit stimmte die Gemeindevertretung für eine Erhöhung der Hebesätze von 270 auf 335 Prozentpunkte. Damit müssen Grundstückbesitzer rund ein Viertel mehr Grundsteuern bezahlen als bisher.

Sven Tietgen 18.12.2019

Die Schönberger Weihnachtslotterie, der „Weihnachtstaler“, ist seit 22 Jahren der Renner in der Vorweihnachtszeit. In diesem Jahr wird eine Gewinnsumme von 6600 Euro ausgeschüttet. Gegenüber den Vorjahren gibt es eine wichtige Änderung: Die Ziehung der Gewinnzahlen erfolgt bereits vor Weihnachten.

Astrid Schmidt 18.12.2019