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Plön Kreis Plön drückt eine Schuldenlast von rund 68 Millionen Euro
Lokales Plön Kreis Plön drückt eine Schuldenlast von rund 68 Millionen Euro
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17:41 18.12.2008
Plön

Ungewohnt: Die Debatte verlief harmonisch und bei nur zwei Enthaltungen wurde das Zahlenwerk einstimmig verabschiedet.

Der Kreis bleibt weiterhin hoch verschuldet. 48 Millionen Euro stehen an Krediten für Investitionen in den Büchern. Dazu kommen weitere 20 Millionen Euro Miese, die aus den Haushaltsdefiziten der letzten Jahre stammen. Die Zinsen, die der Kreis zu zahlen hat, belaufen sich jährlich auf 2,7 Millionen Euro. Geld, das an die Banken geht, und nicht in Investitionen. 2009 kommen voraussichtlich weitere 4,4 Millionen Euro an Krediten hinzu.

Größter Ausgabeposten ist die Sozialhilfe. Von den 131 Millionen Euro Einnahmen fließen allein rund 60 Millionen in die Unterstützung von ärmeren Bürgern. Weitere 21 Millionen Euro betragen die Personalkosten für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Immerhin: Erstmals gab es eigentlich kein strukturelles Defizit mehr. Die Einnahmen lagen um 600000 Euro über den laufenden Ausgaben. Nur eines vermieste die Bilanz: Der Kreis muss noch für ein Defizit von 6,2 Millionen Euro aus dem Jahr 2007 geradestehen und es im Haushalt mitveranschlagen. Diese Altlast verhagelte denn die Bilanz für 2009.

Thomas Hansen (CDU) fand die Schwerpunkte seiner Partei im Haushalt wieder. Ausgaben für die Schulen in Preetz und Plön oder Investitionen in den Radwegebau, die der Tourismuswirtschaft nützten. Auch er erwartet für die zukünftigen Haushalte heraufziehende "Schatten" .

Lutz Schlüsen (SPD) stimmte den Kreistag ebenfalls auf zukünftige Einsparungen ein. Er habe beispielsweise Zweifel daran, beim Radwegebau das derzeitige Tempo beizubehalten.

Axel Hilker (Grüne) sprach von einem Haushalt des Übergangs angesichts der drohenden Einnahmeverluste. Er gab sich aber auch ein wenig optimistisch. "Die Horrorvisionen, die wir hörten, sind größtenteils gefühlt und nicht gemessen."

Gleicher Ansicht war Mark Jahn (FWG). Er warnte davor, Schreckgespenster an den Horizont zu malen. Man könne Krisen auch herbeireden. Er sieht das Investitionsprogramm und da vor allem den Radwegebau als großen Fehler des Kreistages.

Martin Wolf (FDP) forderte dazu auf, mutig bei großen Posten zu streichen. Nur so könne man wieder zu ausgeglichenen Haushalte zurückkehren. Beispielsweise ließen sich beim Ausbau der Kührener Straße in Preetz 1,8 Millionen Euro sparen. "Das wären effiziente Streichungen."

Harald Bleckert (Linke) beschränkte sich als Kreistagsneuling nur auf wenige Äußerungen. Er kündigte für die nächsten Haushalte eine stärkere Mitarbeit seiner Fraktion an.

Claus Thies (UWG) lobte die allgemeine Atmosphäre der Debatte. "Das hat sich deutlich verbessert", sagte er mit Blick auf die vergangenen Jahre.

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