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Plön Kreuzburg: „Wir werden es nicht ohne Hilfe schaffen“
Lokales Plön Kreuzburg: „Wir werden es nicht ohne Hilfe schaffen“
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17:19 09.06.2009
Plön

Fangen wir mit einer einfachen Frage an. Wie viel Einwohner hat die Stadt Plön?

Also statistisch hat sie 12500. So über den Daumen. Aber wie viele es tatsächlich sind, kann kein Mensch sagen.

Wann werden wir es denn erfahren?

Spätestens 2011, wenn der Mikrozensus durchgeführt wird. Ob dann die tatsächliche Zahl herauskommt, kann auch noch keiner sagen. Es wird nicht jeder Haushalt befragt, sondern nur jeder Zehnte.

Aber wahrscheinlich kommt eine deutlich niedrigere Einwohnerzahl heraus, weil wegziehende Bundeswehrsoldaten sich nicht abgemeldet haben. Das heißt für Plön deutlich weniger Schlüsselzuweisungen, weniger Geld in der Stadtkasse. Kann die Stadt überhaupt finanziell überleben?

Wir werden es ohne Hilfe nicht schaffen. Wir schaffen es jetzt schon nicht, unseren Haushalt zu sanieren. Das Land überlegt bereits, die Schlüsselzuweisungen anders zu strukturieren, als man es bisher gemacht hat. Es trifft viele Bundeswehrstandorte. Wir sind es nicht alleine.

Wie viel ist das in Euro?

Wenn wir nur 2000 Bürger weniger hätten, würden wir 1,5 bis 2 Millionen Euro weniger Schlüsselzuweisungen bekommen. Die genaue Zahl kann heute keiner sagen, weil es auch auf die Steuerkraft ankommt. Es wird aber ein erheblicher Batzen sein, der uns Probleme machen wird.

Dieser „erhebliche Batzen“ muss doch Ansporn bei der Verwaltung sein, einzusparen. Der geborene Partner für die Stadt Plön ist das Umland. Können Sie sich vorstellen, dass die Stadt Plön in das Amt Großer Plöner See „eingeamtet“ so wie es Lütjenburg passiert ist?

Das ist die Kardinalfrage. Ich persönlich kann es mir aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht vorstellen.

Nennen Sie mal einige.

Wir haben die größere Verwaltung als das Amt. Wir sind die Kreisstadt, das war Lütjenburg nicht. Wir haben Aufgaben, die das Amt überhaupt nicht leistet. Wenn die Stadt Plön eingeamtet würde, würde sie ihren hauptamtlichen Bürgermeister verlieren. Der Amtsausschuss und der Amtsdirektor wären die entscheidenden Funktionsträger. Was noch viel wichtiger ist: Plön hätte im Amtsausschuss, obwohl sie etwa eine gleich große Einwohnerzahl hat, gar keine Durchsetzungsmöglichkeit. Bei der Verteilung der Sitze hätten wir nicht einmal ein Drittel.

Wie sähe denn die Wunschlösung aus ihrer Sicht aus?

Die Wunschlösung wäre die, die wir vor Jahren schon erörtert haben. Eine Verwaltungsgemeinschaft nach 19a GKZ.

Und was bedeutet das?

Die Amtsverwaltung würde durch die Stadtverwaltung übernommen. Für die Gemeinden ändert sich überhaupt nichts. Die blieben alle selbstständig. Lediglich, dass die Verwaltung durch den Bürgermeister der Stadt Plön geführt würde. Es gäbe nur noch einen Verwaltungschef. Das macht ja auch Sinn. Man würde die Mitarbeiter des Amtes in die Stadtverwaltung eingliedern. Es würden Riesen-Synergieeffekte entstehen, wenn bestimmte Aufgaben nicht an zwei Stellen erledigt würden.

Wie viel könnte man sparen?

Im ersten Anlauf rund 200000 Euro pro Jahr, besagt ein Gutachten. Das würde sich im Laufe der Zeit deutlich erhöhen.

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