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Plön Wasserwelten aus Stoff
Lokales Plön Wasserwelten aus Stoff
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13:33 21.02.2020
Von Frida Kammerer
Mit großen Stoffbahnen und Fundstücken vom Strand gestaltet Petra Genster (62) eine Art Fluss im Freya-Frahm-Haus. Quelle: Frida Kammerer
Laboe

Dabei kommt Wasser selbst in den Kunstwerken nicht vor – nasse Füße bekommen Besucher höchstens in der Ostsee vor der Tür. Stattdessen zeigen große blaue Bahnen, die von der Decke hängen, wie das Wasser fließen könnte. Die Stofffetzen und Kleidungsstücke, die Genster vernäht hat, stammen von Freunden.

Ein Fluss aus Handtüchern und Kleidern

Die blauen Kleider, die mit ihren Knöpfen noch deutlich zu erkennen sind, verschwinden in einem blauen Fluss zwischen einem Handtuch und einem Stück Stoff, das der Sohn einer Freundin bemalt hat. "Oft werde ich gefragt, was ich damit ausdrücken möchte, doch da kann ich eigentlich keine Antwort darauf geben", sagt Genster. Sie versteht sich als Künstlerin, die einen kreativen Raum schafft und die Ergebnisse und Einwürfe der Rezipienten sortiert. Sie gibt das Thema vor, die Freunde, Bekannten und Freundes-Freunde helfen dann, ein Kunstwerk zu gestalten.

Geschichtsträchtiger Ausstellungsort

Als ihre Vorbilder nennt die Künstlerin Louise Bourgeois, Yoko Ono und Paula Modersohn-Becker, vor allem Letztgenannte "inspirierte mich, in die Eigenständigkeit zu gehen." Das Freya-Frahm-Haus ist für die Rheinländerin ein besonderer Ausstellungsort. Drei Generationen von Frauen haben in diesem Haus gelebt: Nach dem frühen Tod des Großvaters von Freya 1916 und den viel zu frühen Tod des Vaters 1939 wurde das Haus ausschließlich von Frauen geführt – Großmutter Amanda, Mutter Herta und Tochter Freya. Für Genster, die schon mehrmals im Bonner Frauenmuseum ausstellte, ein geradezu historischer Ort.

Immer neue Umstände

Dass die große Installation "Die ausgedehnte Macht des Wassers" nicht in einen einzelnen Raum passt, stört Genster nicht. Sie freut sich, ihre Kunstwerke immer an neue Umstände anpassen zu müssen. Neben den raumgreifenden Werken sind auch Ölbilder zu sehen, die die Liebe zum Meer der Heikendorferin zeigen. Aus einer Art Pappmaché bastelte sie kleine filigrane Schälchen, die zeigen, dass man nur Wasserträger sein kann, aber nicht mehr.

Die Vernissage ist am Freitag um 18 Uhr. Zum Auftakt spielt das Duo Morsezeichen. Die Ausstellung ist dann bis zum 8. März immer freitags und sonnabends von 13 bis 18 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr zu sehen.

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