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Plön Lange Mängelliste beim VfR
Lokales Plön Lange Mängelliste beim VfR
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19:39 01.11.2019
Von Frida Kammerer
Vereinsvorsitzender Michael Schnoor (Mitte) und Fußballobmann Stephan Cerny werfen der Gemeinde Laboe und Bürgermeister Heiko Voß vor, die Probleme des VfR nicht anzugehen. Quelle: Frida Kammerer
Laboe

„Den Neubau des Sanitärhäuschens in der Spielpause zu schaffen, wäre mehr als sportlich“, erklärt Schriftführer Bernd Kiefer. Um den Neubau zu überbrücken müsste eine Übergangslösung her – vermutlich müssen die Sportler dann auf Container ausweichen. „Die Substanz des Sanitärgebäudes ist einfach marode“, erklärt Vereinsvorsitzender Michael Schnoor. Die Heizungsanlage sei mehr als 20 Jahre alt, die Fliesen würden immer wieder abplatzen, und auch die Treppe, die ins Gebäude führt, sei unpraktisch. „Für Sportler die nicht gut zu Fuß sind, ist das ein Hindernis“, ergänzt Schnoor die Mängelliste

Wer muss den Rasen mähen: der Bauhof oder der Verein?

Ein ebenfalls seit Jahren andauernder Zwist herrscht zwischen Laboer Bauhof und dem Verein für Rasensport. Die große Frage ist: Wer ist für die Rasen- und Grünanlagenpflege zuständig? Bis 2005 war das eindeutig eine Angelegenheit des Bauhofs. Doch dann hat die Gemeinde die Aufgaben zumindest teilweise an den Verein abgetreten – da entstehen die Unstimmigkeiten. Für ursprünglich 7500 Euro, später wurde die Summe auf 10.000 Euro erhöht, sollte der Verein sich um Rasenpflege und andere anfallende Arbeiten kümmern. Dazu gehört auch das Zurückschneiden der Hecken und Stutzen der Bäume. „Das können wir gar nicht leisten, dazu fehlt uns das Gerät“, sagt Schnoor. Der Bauhof habe in der Vergangenheit zwar oft geholfen, wenn der Spielbetrieb gefährdet war, aber „immer wenn unsere Platzwarte fragen, bekommen sie als Antwort, dass der Bauhof nicht zuständig ist“, berichtet Schnoor aus den vergangenen Jahren. Der VfR habe auf eigene Faust einen Trecker angeschafft, mit dem der Platz abgezogen werden sollte – doch das Gerät ist älter, als es beim Kauf wirkte: „Der alte Schlosser des Bauhofs war so nett, sich den mal anzusehen, und er hat nur mit dem Kopf geschüttelt“, sagt Stephan Cerny, Fußballobmann des VfR Laboe.

Grandplatz ist ebenfalls eine Baustelle

Doch auch die Plätze selbst sind nicht im besten Zustand: Der Grandplatz wurde zwar 2005 zuletzt renoviert, aber der Belag hat es nicht lange gemacht, wohl auch wegen mangelnder Pflege. „Auch Grand muss regelmäßig gewässert werden, das war uns so nicht bewusst“, erklärt Cerny. Zwar gebe es eine entsprechende Anlage, die bei der letzten Renovierung eingebaut wurde, aber die ist gar nicht für einen Aschenplatz geeignet, die würde bei Benutzung verstopfen und kaputtgehen. Da der Grandplatz nicht gepflegt wurde, würde es nochmal 100.000 Euro kosten, das Feld zu sanieren. Eine neue Schicht aus schwarzem Lava-Stein muss aufgetragen werden, damit der rote Schutt aufgebracht werden kann. Was man mit dem Platz macht, weiß man noch nicht. Der VfR ist unsicher: Wäre es günstiger und pflegeleichter, wenn aus dem Grand- ein Rasenfeld würde? Doch das ist gerade nicht das drängendste Problem – von den vielen kleineren Baustellen abgesehen.

Gemeinde sichert Hilfe zu

Vor allem das Sanitärhaus muss dringend erneuert werden – die Gemeinde ist sich dessen bewusst. „Wir müssen schauen, was bis zum 31. Dezember noch möglich ist“, sagt Bürgermeister Heiko Voß mit Blick auf die zum Jahresende auslaufenden Fristen. Von den 650.000 Euro Gesamtkosten sind 430.000 Euro förderfähig, 220.000 Euro müsste die Gemeinde beisteuern. Als Nächstes solle die Flutlichtanlage erneuert werden, da ist schon die Finanzierung sicher. Der Bau könne sogar vorzeitig beginnen, sind sich Voß und der VfR einig. „Es gibt Dinge, die kann der Verein nicht leisten, das Verständnis dafür ist da“, erklärt Voß. Die Sportler sollen von den Gartenarbeiten wie Heckenschneiden entbunden werden. Allerdings gibt Bürgermeister Voß zu bedenken, dass der Bauhof momentan nur mit sechs statt neun Mitarbeitern auskommen muss. Der aktuelle Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und dem VfR ist aus dem Jahr 1984 – beide Parteien wünschen sich ein neues Dokument und einen neuen Anfang. In verschiedenen Projekten haben Verein und Gemeinde schon gut zusammengearbeitet und Projekte auf die Beine gestellt. Jetzt wollen beide Parteien daran arbeiten, dass es auch so weitergeht.

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