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Plön Noch immer keine Lösung für Laboe
Lokales Plön Noch immer keine Lösung für Laboe
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13:11 31.07.2019
Von Frida Kammerer
Die letzte Post-Partnerfiliale in Laboe im Lottoladen „Zentrum Laboe“ ist aufgelöst. Die Post sucht seit Juni nach einem neuen Partner. Quelle: Frida Kammerer
Laboe

Die Anwohner haben sich zwar dran gewöhnt, dass die Post-Partnerfiliale geschlossen ist, aber es sind immer noch viele Laboer verärgert – für Pakete oder Einschreiben müssen sie nach Heikendorf fahren, für normale Briefe schafft immerhin ein Briefkasten Abhilfe. Für die Gemeinde ist das kein Zustand: „Wir wurden nur kurzfristig informiert und sind sehr unglücklich über diese Situation“, sagte Laboes Bürgermeister Heiko Voß. Bei der Gemeinde seien auch Beschwerden über die Zustellung eingegangen: Seit die Filiale in dem Lotto-Geschäft geschlossen ist, würden die zugestellte Briefe unregelmäßiger kommen. „Die Bürger haben den Eindruck, dass alles was mit ’Post’ zu tun hat, nicht mehr klappt“, erklärte Voß.

Für Pakete müssen die Bürger jetzt nach Heikendorf oder Schönberg fahren. "Für so ein Dorf wie Laboe ist das schlecht, dass die Filiale so spontan geschlossen wurde", sagt Claudia Riecken. Die 36-jährige Laboerin muss jetzt immer nach Heikendorf um ein Paket aufzugeben. Für Menschen ohne Auto eine Zumutung. Auch Beate Eickstädt muss nach Heikendorf, wenn sie mehr möchte, als einen Brief einzuwerfen: "Ich habe über Facebook erfahren, dass am nächsten Tag die Post schließt. Für einen Ort mit älteren Menschen und vielen Kurgästen finde ich das schwierig." Problematisch wird es auch, wenn man eigentlich ein Paket bekommen möchte: Ist man nicht zu Hause, und die Nachbarn nehmen das Paket nicht an, dann wird es in die nächste Abholmöglichkeit gebracht. In diesem Falle: Heikendorf.

Suche nach neuem Partner geht weiter

Die DHL und die Deutsche Post müssen jetzt einen neuen Partner finden. Drei Monate gibt ihnen der Gesetzgeber dafür Zeit, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Post. Eine Gemeinde in der Größe Laboes muss vom größten deutschen Logistikunternehmen beliefert werden. „Wir führen Gespräche und sind auf der Suche, aber können noch nichts konkretes sagen“, erklärte Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher der Deutschen Post, auf Nachfrage. Dabei kann nicht jeder einfach Post-Partner werden: Es gibt eine Checkliste die abgearbeitet wird. Der Partner müsse interessiert und engagiert sein, die räumlichen Möglichkeiten haben und gewisse Öffnungszeiten bieten. Natürlich sei der Standort auch ein wichtiger Punkt. Man wolle möglichst zentral bleiben.

Bürgermeister Voß möchte sich das „nicht mehr lange angucken.“ Er selbst hat sich auf die Suche gemacht und verschiedene Szenarien durchgespielt. Der Rewe am Dellenberg liegt nur wenige Meter vom vorherigen Postpartner entfernt und wäre ideal. Edeka Alp am Ortseingang wäre auch eine Option, aber für Bürger ohne Auto schwer zu erreichen. Es wäre schon laut Bürgermeister Voß schon gut, wenn die Poststelle in Unterdorf bliebe. Auch eigene Räume wurden schon auf ihre Tauglichkeit untersucht: „Das Rathaus ist leider nicht barrierefrei“, erklärt Voß. Das leerstehende Café in der Schwimmhalle wird noch von der Sommerkirche bis in den September genutzt. Der Handwerker- und Gewerbeverein hat schon Hilfe angeboten, doch solange die Post und DHL ihre Kriterien nicht offen legten, würde es schwierig jemanden zu finden.

Auch Postbank-Kunden in Mitleidenschaft gezogen

Frank Schüler ist Rentner und Kunde der Postbank: "Wenn ich Geld abheben möchte, dann muss ich entweder zu Rewe und da für zehn Euro einkaufen, oder zur Shell-Tankstelle am Ortseingang." Der 65-Jährige hat kein Auto, nach Heikendorf zu kommen, ist für ihn schwierig. Doch nur da bekommt er Kontoauszüge und kann Fragen zu seinem Konto stellen.

Auch für Menschen mit eigenem Auto ist es ein gewisser Zeitaufwand nach Heikendorf zu fahren. Bleibt zu hoffen, dass die Post schnell einen neuen Partner findet.

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