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Plön Pfarrei und Gemeindehaus saniert
Lokales Plön Pfarrei und Gemeindehaus saniert
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15:00 11.09.2019
Von Frida Kammerer
Das Gemeindehaus und die Pfarrei in Laboe werden seit Frühjahr 2018 saniert, am 19. September kann Pastor Daniel Kuhl endlich mit seiner Familie einziehen. Quelle: Frida Kammerer
Laboe

Die Sanierung der maroden Pfarrei und des Gemeindehauses, die noch vor dem ersten Weltkrieg entstanden, war dringend notwendig. "Der Architekt hat uns einen Fensterträger aus Stahl gezeigt, den konnte man mit dem Finger eindrücken", erklärt Kuhl die Dringlichkeit der Maßnahme. Die Schäden stammen noch von einem Brand und dem aus dem Löschwasser resultierenden Wasserschaden.

Das Dach war die schwierigste Baustelle

Doch der größte Posten der Arbeiten ist das Dach. Die Pfannen auf dem ganzen Komplex wurden ausgetauscht. Dabei wurden keine modernen Dachpfanne mit einem Stecksystem genommen, sondern echte Tonpfannen wurden mit Mörtel geklebt. Eine Herausforderung für die Dachdecker, denn während bei dem Stecksystem die Pfannen quasi automatisch gerade nach unten die Flucht bilden, müssen die Handwerker bei den geklebten Tonpfannen selbst auf das Maß achten.

Anhand alter Fotos konnte man sehen, wie das Gemeindehaus und die Pfarrei früher ausgesehen haben müssen. Hier kam der Denkmalschutz ins Spiel - er hat alle Arbeiten begleitet und so manchen Schatz zuttage gefördert. "Vor allem von der Decke waren die Denkmalschützer begeistert", erklärt Kuhl und zeigt im Eingangsbereich des Pfarrhauses nach oben. Die Decke mit einem blauen Muster auf beigem Untergrund ist wohl ein Original aus der Bauzeit von etwa 1910, das genaue Baudatum ist nicht bekannt. Durchs ganze Haus ziehen sich solche Funde, die für Architekturinteressierte wahre Schätze sind. In der Küche wurden in den Raum hinein gebaute Oberschränke gefunden und freigelegt. Praktisch sind sie nicht: Die Türen liegen in über zwei Metern Höhe.

Neben historischen Funden auch neue Stücke

Doch nicht nur altes wurde gefunden - manches wurde auch neu aufgebaut. An der Fassade, vorn an der Pfarrei, waren zwei "Krönchen", wie Kuhl sie nennt, aus Backstein gemauert. "In den 1970er-Jahren müssen die abgebaut worden sein", vermutet er. Warum diese kleinen Aufbauten verschwunden sind, kann niemand nachvollziehen. Aber im Zuge der Sanierung wurden sie neu gemauert. Die Kirche selbst ist ein Bau von 1972, sie brauchte keine Sanierung ist blieb daher von den Maßnahmen die letzten Monate verschont.

Die rund halbe Million Euro findet Pastor Kuhl nicht nur für die 2200 Gemeindemitglieder gut angelegt - der Bau aus der Vorkriegszeit sei auch für das Laboer Gemeindebild prägend: "Wir haben eben nicht nur alte Fischerkaten, auch die Kirche ist ein Wahrzeichen von Laboe. Die Sanierung war alternativlos."

180.000 Euro hat der Kirchenkreis für die Arbeiten dazugegeben, von der Sparkassenstiftung der Förde Sparkasse kamen nochmal mehr als 10.000 Euro. Die Gemeinde hat besonders drauf geachtet, dass die Teile, die wirklich erneuert werden müssen, wie die Fliesen in Küche und Bad, sich ins Gesamtbild einpassen: "Wir wollten die Räume respektabel sanieren." Nicht jeder Pastor hat das Glück in eine frisch sanierte Wohnung ziehen zu können, aber Miete zahlen müssen alle, egal wie neu die Ausstattung ist.

Tag der offenen Tür

Am Sonntag, 15. September, feiert die Gemeinde nach dem Gottesdienst ab etwa 11.30 Uhr einen Tag der offenen Tür, bei dem nicht nur das Gemeindehaus, sondern auch die Pfarrei besichtigt werden können.

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