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Plön Treibseldüne soll Vogelschutz dienen
Lokales Plön Treibseldüne soll Vogelschutz dienen
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16:54 15.08.2019
Von Astrid Schmidt
Eine Treibseldüne könnte als Abgrenzung zum Vogelschutzgebiet im Naturerlebnisraum Dünenlandschaft fungieren. Quelle: Astrid Schmidt
Laboe

Durch die Klimaveränderungen gab es in der jüngeren Vergangenheit immer mehr Treibsel an den Stränden, der mit Geruchsbelästigungen und Entsorgungsproblemen in den Ostseebädern verbunden war. In Laboe hatte man schon unter Bürgermeister Walter Riecken über den Bau eines Treibsellagerplatzes, wie er in Schönberg seit Jahren in Betrieb ist, nachgedacht. Umgesetzt wurde er nicht. Die Meinungen sind von jeher geteilt: Für die einen ist Seegras ein Naturprodukt, die anderen belästigt es vor allem aufgrund seines Geruchs. Besonders Strandgäste sollten davon nicht gestört werden, sodass der Bauhof im Ostseebad Laboe viele Arbeitsstunden damit beschäftigt war, das Seegras vom Kurstrand an den Rand des Naturerlebnisraums Dünenlandschaft zu bringen.

Die Abkehr des Landes Schleswig-Holstein vom Treibselerlass, demzufolge Seegras zu entsorgender Abfall war, sobald er abgeräumt wird, ist für die Laboer Grünen-Fraktion ein Grund, über neue Verwendungsmöglichkeiten mit dem Seegras nachzudenken. Sie schlagen nun vor, eine Treibseldüne zwischen Freistrand und Naturerlebnisraum anzulegen. Der schreiben sie nicht nur eine Aufwertung des Naturerlebnisraums zu, sondern auch gleich mehrere Funktionen: Entlang der Wasserlinie könne sie eine geeignete Küstenschutzmaßnahme sein, die es zu untersuchen gelte, so Katrin Opp-Löck auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Treibseldüne könne auch eine klare Trennung zum Hundestrand sichtbar machen. Ebenso sei sie als Grenzlinie zum Brutgebiet der Seevögel geeignet.

Derzeit erfolgt die Abtrennung des Gebiets mit einem Sandfangzaun, an dem auf einem Schild auf den Schutz der Seevögel hingewiesen wird. Zudem sei die Treibseldüne auch geeignet, den dortigen Spielplatz mit Schaukel und altem Boot zum „Lernort für Küstendynamik“ aufzuwerten, erklärte Opp-Löck.

Der Aufbau einer solchen Treibseldüne unter Berücksichtigung der Auflagen könne in Eigenregie des Bauhofes erfolgen, sagte Opp-Löck weiter. Für eine 50 Meter lange und 1,50 Meter hohe Düne wären rund 250 Kubikmeter Treibsel nötig, auf einen laufenden Meter käme ein Kubikmeter Treibsel, so die Beispielrechnung. „So etwas gibt es schon in anderen Orten wie Eckernförde zum Beispiel“, sagte Martin Opp. Er weist darauf hin, dass die Untere Naturschutzbehörde und der Landesbetrieb für Küstenschutz in die Planung einbezogen werden und eine Umsetzung so schnell wie möglich erfolgen solle. Die Gemeinde könne Bundesmittel für ein solches Vorhaben einfordern, so Opp.

Vorgestellt und diskutiert wird diese Idee öffentlich in der Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch, 21. August, 19 Uhr, in der Grundschule Laboe.

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