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Plön Laboe: Wenn kleine Kinder über den Gulli gehalten werden
Lokales Plön Laboe: Wenn kleine Kinder über den Gulli gehalten werden
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18:29 20.07.2009
Laboe

Vor allem Restaurantbetreiber im Strandbereich, deren gepachtete Immobilien der Gemeinde Laboe gehören, sind von der unzulänglichen Situation betroffen und hoffen auf eine zukunftsorientierte Gesamtlösung.

Für einen Gast ist es wahrlich eine Horrorvorstellung, aus einem gepflegten Restaurant heraus auf eine ungepflegte, öffentliche Toilette gehen zu müssen, die den ganzen Tag über von Hunderten von Menschen zum Beispiel im Strandbereich benutzt wurde, wie es teilweise in Laboe der Fall ist.

Harald Bruhn von der Fischküche Laboe direkt am Hafen will seit langem die Toiletten übernehmen, sie für seine Gäste ausbauen und kräftig in seinen Betrieb investieren. Er freut sich, dass Schwung in die Diskussion kommt, und schlägt der Gemeinde für eine „optimale Versorgung aller“ den Neubau einer Toilettenanlage im Bereich Rosengarten/Promenade/Nordmole vor.

Für ihn ist das Angebot eigener Toiletten an seine Gäste eine wesentliche Voraussetzung, sein Restaurant „auf eine breitere Basis“ stellen zu können. „Ich könnte meine Küche vergrößern, das gastronomische Angebot erweitern und letztlich den Mitarbeitern unbefristete Arbeitsverträge anbieten“, erklärte Bruhn.

Auch Hartmut May im „Buena Vista“ hat mit der Gemeinde eine Vereinbarung, die Toiletten in der Lesehalle sowohl für seine Gäste als auch für die Öffentlichkeit vorzuhalten. Gerade erst hat er seine Terrasse und damit das Sitzplatzangebot erweitert und auch er hofft auf ein Gesamtkonzept für „vorzeigbare“ Toilettenanlagen. Allerdings hält er einen Neubau in „Sahnelage“ für „bedenklich“ und hofft, dass man vorhandene Gebäude erweitert. „Die Politik befasst sich jetzt damit und wir wissen ja, dass Konzepte ihre Zeit brauchen“, gibt sich May zuversichtlich.

Danny Ortolan, der neben der Schwimmhalle sein Eiscaf betreibt, hat nach einer Auflage beim Umbau 1994 ein Behinderten-WC installiert, das mit einem internationalen Schlüssel für Behinderte öffentlich zugänglich ist. Doch auch darüber hinaus weise er niemanden ab, der in seinem Caf steht und nach einem WC fragt, weil er kein öffentliches findet, erzählt er. Und davon könne er ein Lied singen, vor allem seit es in der Schwimmhalle keine öffentliche Einrichtung mehr gibt. „Wenn die Mütter ihre kleinen Kinder über den Gulli halten, ist das wirklich kein schönes Bild für ein Ostseebad“, findet Ortolan.

Die Gemeinde arbeitet inzwischen mit einem Planungsbüro an einem Gesamtkonzept. Doch „unser im wahrsten Sinne dringendes Problem“ werde leider nicht gefördert. „Gefördert wird nur, was in Richtung Erlebniswert geht“, teilte die Bürgermeisterin in einem Schreiben an Harald Bruhn mit.

Trotz zweier amtlicher Schreiben von Land und Kreis, wonach private Feiern nicht mit den Förderbedingungen in Einklang stehen, geht nach Informationen der Kieler Nachrichten der Festbetrieb im Technologiezentrum auf der Blomenburg in Selent weiter.

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