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Plön Kanalsanierung für drei Millionen Euro
Lokales Plön Kanalsanierung für drei Millionen Euro
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10:51 21.12.2019
Von Astrid Schmidt
Januar 2012: Der Rückstau nach Sturm und Starkregen verursacht einen Rückstau im Laboer Unterdorf wie hier im Wiesenweg, einer der am stärksten vom Entwässerungsproblem betroffenen Straßen im Ostseebad. Bisher ist das Problem nicht gelöst. Maßnahmen sollen jetzt angepackt werden. Quelle: Astrid Schmidt
Laboe

Wie der Bürgervorsteher Michael Meggle in der Einwohnerversammlung erklärte, soll gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband Ostufer Kieler Förde ein Maßnahmenpaket umgesetzt werden, das sukzessive die Entwässerungssituation verbessert. Er einnerte auch daran, dass bereits mehrfach vom Planungsbüro Vorschläge unterbreitet worden waren, die teilweise an den Kosten scheiterten (unter anderem die neue Einleitungsstelle in Höhe Birkenweg in die Kieler Förde). Er erinnerte auch an die Bilder aus 2012, als nach einem Hochwasser die Fahrzeuge durch tiefes Wasser fuhren, Parkplätze unter Wasser standen und die Feuerwehr mit dem Auspumpen von Kellern nicht hinterherkam. Dies sei quasi noch immer der Ist-Zustand in Straßen wie Katzbek, Wiesenweg oder Friedrichstraße.

Neun Schwerpunkte in Laboe

Meggle stellte die neun ermittelten Schwerpunkte vor: Mühlenstraße/Hafenstraße/, Heikendorfer Weg/Steinkamp, Heikendorfer Weg-West, Kiebitzredder, Blauer Blick, Stoschstraße, Sörnskamp, Kiebitzredder-Süd, Wilhelm-Sprott-Straße - Gesamtkosten: rund drei Millionen Euro. Höchste Priorität hat dabei die Hafenstraße. Bürgermeister Heiko Voß wies darauf hin, dass dort zugleich auch Baumaßnahmen erfolgen, die mit der dringend notwendigen Erneuerung des Kanalnetzes abgestimmt werden müssten. Er betonte den Ernst der Situation: „Der Kanal ist hydraulisch nicht in der Lage, noch mehr Regenwasser abzunehmen.“ Die Wasserbehörde des Kreises Plön werde keine Genehmigungen für Bauvorhaben in dem gesamten Bereich mehr erteilen.

Bis 2022 soll die Hafenstraße in Laboe fertig sein

Bürgermeister Voß informierte über den Zeitplan für die Hafenstraße: So sollen in Abstimmung mit dem AZV die Ausführungspläne bis Ende 2020 fertig sein, um den Kanal zu sanieren, 2022 soll dann die Wiederherstellung der Straßenoberfläche folgen. „Das wird die größte Baumaßnahme, die Laboe je hatte. Es werden der Hafen, die Baltic Bay und die Börn verkehrlich erreichbar sein müssen. Da werden wir Hilfe brauchen“, kündigte Voß an. Gleichwohl werde es trotz der Ertüchtigung dauerhaft Einschränkungen geben, weil der Kanal nicht in der Lage sei, noch mehr Wasser abzunehmen.

Versiegelung von Flächen wird erschwert

Man werde parallel einen zweiten Durchstich in die Kieler Förde planen, wie bereits beim Baugebiet Portland erfolgt, so Voß. Auch der AZV hat auf solche Engpässe in der Regenentwässerung reagiert und eine Satzungsänderung beschlossen. So werde künftig im südlichen Teil Laboes aufgrund der beschränkten Kapazität des Kanalnetzes jede gewünschte Versiegelung von Flächen (Anbauten, Carport, u. ähnliches) vor Genehmigung einer gesonderten Überprüfung der Wasserbehörde unterzogen werden. „Die Grundstücke in dem Gebiet werden mit einer maximalen Ableitungsmenge versehen, wenn mehr Wasser anfalle, müsse es auf dem eigenen Grundstück gesammelt werden“, berichtete Bürgervorsteher Meggle. Grundlage dafür sei der Anteil der versiegelten Fläche.

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