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Plön Laboe startet Weihnachtsmarkt im Kurpark
Lokales Plön Laboe startet Weihnachtsmarkt im Kurpark
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19:21 08.12.2019
Von Frida Kammerer
Theda (18) und Jens Weber (52) probieren den Burgunder-Burger mit BBQ-Sauerkraut - und sind begeistert. Quelle: Frida Kammerer
Laboe

"Unbeschichtete Pappteller sind schon ein toller Anfang", erklärt Svenja Beilfuß vom BUND Schleswig-Holstein. Die Biologin beschäftigt sich sonst mit Plastik und Müll im Meer, dreht jetzt aber auf dem Laboer Tannenwald einen Pappteller in der Hand, auf dem Soljanka ausgegeben wird. Der Teller ist nicht beschichtet, kann also vollständig abgebaut werden. "Die Löffel sind aus Zuckerrohr", erklärt Caterer Martin Brosch von Fördeevents stolz, der auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand mit Burgunder-Burger und Soljanka betreibt.

Öko ist nicht immer für den Kompost geeignet

Doch die Löffel sind nicht so toll wie gedacht, muss Beilfuß ihm leider sagen. In der Natur, sei es im Wald oder im Meer, würden sich die Löffel gar nicht zersetzen, in den Biomüll dürfen sie nicht, denn für die optimierten Kompostanlagen sind sie zu langsam. Das Problem haben viele Öko-Kunststoffe. Auch Kaffeekapseln und Tüten, die eigentlich kompostierbar sind, werden in der Müllanlage aussortiert.

Brosch ist von dem Urteil über die Löffel aus Zuckerrohr enttäuscht: "Ich dachte, die Löffel seien deutlich ökologischer." Aber Beilfuß kann ihm Mut machen: "Der Ansatz ist gut, Zuckerrohr ist ein nachwachsender Rohstoff und die Löffel sind nicht aus Erdöl." Würde das Besteck einfach weggeworfen, also nicht im Mülleimer entsorgt, und ein Vogel davon fressen, dann wäre sein Schicksal besiegelt. Überleben würde der kleine Piepmatz das nicht. Jedoch hat Ökologie auch ihren Preis, den die Kunden mittragen müssten. Brosch ist sich sicher, dass es den Kunden das wert wäre, "wenn man es ihnen erklärt". Für die Suppe schlägt Beilfuß größere Tassen als Behälter vor, die könnten in einer Spülstation gereinigt werden.

Mehrweg ist immer die beste Wahl

Der Glühwein wird in Tassen ausgegeben - das freut Beilfuß besonders. "Mehrweg ist total genial und immer die beste Option", erklärt sie. Aus einer richtigen Tasse würde der Glühwein außerdem am besten schmecken und wirke auch wertiger, als aus einem Papp- oder Plastikbecher. Auch bei Servietten sei das die umweltfreundlichste Möglichkeit. Wenn das zu aufwendig sei, könne man wenigstens darauf achten, dass die Papiertücher mit einem Umweltzertifikat ausgezeichnet sind und die Herkunft so nachvollziehbar ist und die Herstellung ökologisch gesichert.

Die Gemeinde Laboe bemühte sich nicht nur beim Tannenwald, der Natur gerecht zu werden. Die Gemeindeordnung verbietet bei Events und Veranstaltungen Einwegplastik. "Man muss immer Kompromisse machen", erklärt Christian Bohnemann, der den neuen Weihnachtsmarkt organisiert hat. Einfach war das nicht. "Stellen Sie sich vor, man fährt sonst Formel eins und jetzt soll man bei der Rallye Dakar mitmachen", meint er. 46 Bauzäune, 30 Kubikmeter Rindenmulch und 200 Tannen brauchte es, um den Kurpark in einen kleinen Tannenwald zu verwandeln. "Mit anderen Veranstaltungen, die wir sonst haben, ist das nicht vergleichbar." Trotzdem kann Bohnemann zufrieden sein, denn die Gäste sind es auch.

Besucher hoffen auf Neuauflage im nächsten Jahr

"Wir machen oft Urlaub hier und haben einen Weihnachtsmarkt immer vermisst", sagt Heidi Rabenstein aus Gehrden (Niedersachsen). Die 60-Jährige freut sich schon aufs nächste Jahr und hofft, dass der Tannenwald dann weitergeführt wird. Theda Weber aus Laboe ist ebenfalls begeistert: "Es ist echt klein, aber gemütlich." Fürs nächste Jahr würde sich die 18-Jährige noch einen Stand mit Bratwurst wünschen - aber Burgunder-Burger mit BBQ-Sauerkraut sei schon ein toller Anfang.

Der Laboer Tannenwald ist noch am dritten Adventswochenende geöffnet. Die Zeiten sind am Freitag und Sonnabend von 17 bis 22 Uhr, am Sonntag von 15 bis 21 Uhr.

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