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Plön Energie SH verteidigt Standort
Lokales Plön Energie SH verteidigt Standort
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12:00 24.09.2019
Von Astrid Schmidt
Ulrik Schlenz, Geschäftsführer der Energie Schleswig-Holstein als Tochter der Wankendorfer Baugenossenschaft: Dieser Standort ist für das BHKW der richtige. Quelle: Astrid Schmidt
Laboe

ESH-Geschäftsführer Ulrik Schlenz erklärte: „Dieser Standort ist der richtige." Wie berichtet, war im Zuge der Planung des Neubaugebietes Krützkrög über eine alternative Energieversorgung nachgedacht worden. Dazu hatte sich die ESH als Tochter der Wankendorfer Wohnungsbaugenossenschaft, die selbst 30 Wohneinheiten in dem neuen Gebiet baut, mit dem Betrieb eines Blockheizkraftwerkes gemeldet. Damit habe man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, erklärte Ulrik Schlenz bei einem Ortstermin. Zum einen nutze man damit die Gelegenheit, den bereits vorhandenen Wohnungsbestand in Laboe (rund 90 Wohneinheiten) zu modernisieren. Zugleich biete man den Neubürgern eine vor dem Hintergrund des Klimaschutzes sinnvolle Nahwärmeversorgung, so Schlenz weiter.

"Fronten waren schon früh verhärtet"

Dabei sei es eine rein wirtschaftliche Überlegung gewesen, das vorhandene Grundstück im Kiebitzredder, wo bereits Versorgungsleitungen vorhanden waren, dafür zu nutzen. „Dass das die Menschen ästhetisch nicht schön finden, das kann ich nachvollziehen. Aber wir halten den Standort nach wie vor für richtig und wir haben uns eine Menge Gedanken um Klimaschutz und Versorgungssicherheit gemacht“, betonte Schlenz. Bereits frühzeitig habe es dazu „böse Briefe“ und „Androhungen von Medienkampagnen“ gegeben. „Dadurch waren die Fronten schon früh ziemlich verhärtet“, sagte und Schlenz und begründete damit, dass es bislang keine persönlichen Gespräche mit Anliegern gegeben haben.

Anlieger schlugen Entschädigungszahlung vor

Dafür gab es reichlich Schriftverkehr. Die Anwohner waren unter anderem aufgefordert worden, den ihnen seinerzeit zur Nutzung überlassenen Streifen von drei Metern Breite zu räumen. Auf Nachfrage der betroffenen Anlieger habe man allerdings angeboten, trotz der mittlerweile erfolgten Beteiligung von Rechtsanwälten, bis auf Widerruf auf die Rückführung der Grundstücksfläche zu verzichten, wenn die Anlieger denn im Gegenzug weitere Gegenwehr unterlassen. Die Betroffenen hatten sich damit nicht einverstanden erklärt und auf ihrem Recht des Klageweges bestanden. Schlenz erhielt allerdings auch Schreiben, in denen die Hauseigentümer eine Entschädigungszahlung vorschlagen. „Die macht in Summe eine Viertelmillion Euro aus“, berichtete Schlenz weiter. „Angesichts unserer Rechtsposition – wir haben alle Genehmigungen, halten alle Vorgaben ein und das Grundstück ist unser Eigentum - ist dieses Verhalten sehr befremdlich. Dafür habe ich kein Verständnis“, so der Geschäftsführer.

Die Anlieger bestätigten auf Nachfrage die Aussage des Geschäftsführers. „Wir wollten denen mal ein Gegenangebot machen, wir haben ja auch Nachteile, besonders was den Wert unserer Immobilie angeht. Wir warten jeden Tag auf Post, bisher haben wir nichts dazu gehört“, erklärte Anne Kühl.

Ende 2019 kann Wärmeversorgung starten

Der Baufortschritt liege im Zeitplan, Ende des Jahres können die Wärmeversorgung aufgenommen werden, kündigte Schlenz an. Einen Anschlusszwang, so betonte Schlenz, gebe es nicht. „Aber die klimafreundliche Wärmeversorgung sei auch ökonomisch sinnvoll für die Bauherrn“, erklärte der Geschäftsführer. Im Baugebiet sind mittlerweile die Arbeiten auf vielen Grundstücken im vollen Gange.

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